"Italien ist ein gutes Pflaster"

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Das Team der Ruhr-Universität ist in Rom angekommen. Heute Abend werden die Paarungen ausgelost.Im Topf sind so bekannte Namen wie die der Fußballnationen Frankreich, Italien und Spanien

FUSSBALL EUROPAMEISTERSCHAFT DER HOCHSCHULEN Voller Vorfreude haben sich die Fußballer der Ruhr-Uni Bochum am Sonntag auf den Weg nach Rom gemacht. Dort gilt es den Uni-Stress hinter sich zu lassen und die volle Konzentration auf die Europameisterschaft der Hochschulen zu richten. "Das wird ganz bestimmt ein einmaliges Erlebnis", hält sich auch bei Trainer Peter Lange die Freude auf das Ereignis kaum in Grenzen.

Allerdings musste der Coach kurz vor der Abreise noch einen Spieler aus dem Kader streichen und Torwart Andreas Braun traf, wie einst Kevin Kuranyi kurz vor der WM 2006, das harte Los. "Wir hatten ein langes Gespräch, bei dem ich ihm die Gründe deutlich gemacht habe", betont Lange, der damit auf einen dritten Torhüter verzichten wird. "Er hätte es verdient gehabt, aber ich weiß nicht, ob wir auch die 23. Person im Kader hätten finanzieren können." Neben den 18 Spielern sowie Lange fahren noch die beiden Organisationsleister Christian Klotz und Dominic Schüler mit. Hinzu gesellt sich Schiedsrichter Marco Kuhn.

Heute Abend werden die Paarungen ausgelost. Das erste Spiel steht voraussichtlich morgen an. Sportlich gesehen halten die Bochumer den Ball flach, auch wenn der Trainer betont, dass einiges möglich ist: "Tübingen hat schon zwei Mal gewonnen, wir haben keine schlechte Mannschaft und haben uns in der Vergangenheit immer gesteigert." Besonders die Vorrundenpartie zur Deutschen Meisterschaft gegen Dortmund hat Lange als Knackpunkt ausgemacht: "Es war schon toll, wie sich meine Jungs da wieder heran gekämpt haben."

Die interne Geschlossenheit scheint das große Plus der Bochumer zu sein. Auch stark ersatzgeschwächt gelang bei der DM die Titelverteidigung. Der Nachwuchs sprang in die Bresche. Zudem lassen die bisherigen Erfolge auf positive Erlebnisse hoffen. "Italien ist ein gutes Pflaster für den deutschen Fußball", sagt Lange schmunzelnd, der einen großen Vorteil gegenüber dem Vereinssport ausgemacht hat: "Die Spieler sind immer ansprechbar und wir müssen nicht über Geld reden."

Allerdings scheint die Konkurrenz ebenfalls stark zu sein. Die Fußballnationen Spanien, Italien und Frankreich sind dabei. Lange: "Da sind die Namen vielleicht größer als ihr Leistungsvermögen, wobei ich Russland, Litauen und die Ukraine nicht einschätzen kann." Womöglich erleben alle eine einmalige EM.

Auch wenn einige Bochumer dank der erneuten Deutschen Meisterschaft bereits von der nächsten Endrunde in Kiew träumen.

Der Kader der Ruhr-Universität: Marco Knoop (TSG Sprockhövel), Holger Pischetsrieder (SC Hassel), Dominik Buchwald (SC Aplerbeck), Heiner Gesthüsen (SV Sonsbeck), Arne Janssen (VfB Speldorf), Michael Jost, Manuel Schulitz (beide SW Essen), Karsten Gorges, Andrius Balaika, Alexander Meister (alle TSG Sprockhövel), Sebastian Amendt (VfB Günnigfeld), Kristijan Brcko (vereinslos), Andreas Kluy, Edin Terzic (beide Westfalia Herne), Christian Spielmann (SF Oestrich), Bayram Kollu (SSV Südfeldmark), Engin Tuncay (TuS Hordel), Hannes Wolf (SC Aplerbeck)

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