2. Basketball-Bundesliga Pro B

Im Westfalenderby soll Festung der Sparkassen-Stars halten

Eine Erkältung hat Center Raphael Bals (links) zu schaffen gemacht, er wird aber wohl spielen können.

Eine Erkältung hat Center Raphael Bals (links) zu schaffen gemacht, er wird aber wohl spielen können.

Foto: Klaus Pollkläsener

Grumme.   Für die Bochumer ist das Heimspiel am Samstag in der Rundsporthalle gegen die WWU Baskets Münster richtungweisend - und für die Gäste auch.

Nachdem die VfL Sparkassen-Stars gleich zum Saisonstart eine Heimniederlage gegen Wolfenbüttel hatten hinnehmen müssen, korrigierten sie die Leistung am zweiten Spieltag und setzten sich gegen die Sixers durch. Dabei profitierten die Bochumer auch vom Rückenwind durch die lautstarken Fans. Die sollen auch am Samstagabend ab 19 Uhr die Stars wieder nach vorne peitschen, wenn die WWU Baskets Münster in die Rundsporthalle kommen.

In allen bisherigen fünf Zweitliga-Spielzeiten war die Heimstatt der Stars eine nur äußerst schwer einzunehmende Festung. Um alle Bundesliga-Heimniederlagen aufzuzählen, wird man kaum zehn Finger benötigen. Auch gegen den Aufsteiger soll das Bochumer Bollwerk wieder stehen. „Es ist immer eine große Hilfe, wenn uns die Zuschauer anfeuern“, gibt Bochums Kapitän Felix Engel zu verstehen, dass der Support stets noch ein paar zusätzliche Körner freisetzt.

Cham Korbi: „Ich halte viel von Münster“

Das Westfalenderby gegen Münster ist für die VfL Sparkassen-Stars von richtungweisender Bedeutung – und für die Gäste ebenfalls. Beide Teams haben bislang je zwei Spiele verloren und nur eines gewonnen. Die Gastgeber wollen alles daransetzen, um ihre Bilanz nun auszugleichen. „Natürlich ist das unser Ziel“, stellt VfL-Teammanager Cham Korbi klar.

Die Umsetzung dürfte aber wohl nur dann gelingen, wenn die Blauweißen wie gegen die Sixers von der ersten Sekunde an voll da sind. Ähnlich sieht es Cham Korbi: „Ich halte viel von Münster. Um diese Hürde zu überspringen, müssen wir 120 Prozent geben. Die ersten drei Viertel vom Heimsieg gegen die Sixers sind der Maßstab, an dem sich unsere Mannschaft messen lassen muss.“ In einer solchen Verfassung haben die Bochumer in der Liga kaum einen Gegner zu fürchten. Gleichzeitig hat der Teammanager seiner Mannschaft unter der Woche in einer Besprechung verdeutlicht, „wie wichtig das Münster-Spiel ist“.

Die Trennung von Jamal Smith im Laufe dieser Trainingswoche sollte nicht zum Nachteil des Teams sein, denn dem 25-Jährigen fehlte augenscheinlich der Wille, sich im taktischen Gefüge einzuordnen und somit zu Erfolg und Teamspirit beizutragen. Daraufhin zogen die Verantwortlichen bekanntlich die Reißleine. Nach wie vor halten Korbi und Co. die Augen offen, denn die Position als Power Forward ist zunächst einmal weiterhin vakant.

Gary Johnson kann wohl mit Raphael Bals planen

Allerdings gibt es Hoffnung, dass der über Wochen verletzte Zugang Eduardo Arques doch noch gesund und fit wird. Die Entfernung einer Gelenkmaus im Ellbogen hat die Schwellung abklingen lassen, demnächst soll Eduardo Arques voll ins Mannschaftstraining eingreifen. „Derzeit sieht es nicht schlecht aus“, sagt VfL-Finanzvorstand Hans-Peter Diehr. Zwar ist der Spanier für die Partie gegen Münster noch keine Option, doch weicht die Skepsis allmählich neuer Zuversicht.

Unter den derzeitigen personellen Voraussetzungen können Head-Coach Gary Johnson und Co-Trainer Petar Topalski gegen die Baskets aus der Münsterland-Metropole wahrscheinlich aus dem Vollen schöpfen. Center Raphael Bals musste zu Wochenbeginn aufgrund einer Erkältung zwar passen, er sollte am Samstag gegen Münster aber zur Verfügung stehen.

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