Pokalfinale

FC Altenbochum düpiert den Favoriten Wiemelhausen

Die Spieler vom FC Altenbochum jubeln über den Sieg über Concordia Wiemelhausen im Pokalfinale.

Die Spieler vom FC Altenbochum jubeln über den Sieg über Concordia Wiemelhausen im Pokalfinale.

Foto: Dietmar Wäsche

Altenbochum.   Überraschung im Kreiskokal-Finale: Der Bezirksligist FC Altenbochum setzt sich Concordia Wiemelhausen mit 2:0 durch. Und jubelt ohne Ende.

Nach dem Abpfiff war Altenbochums Trainer Frank Rinklake nicht mehr zu halten: Vor knapp 800 Zuschauern stürmte der Coach auf das Feld – und versank prompt in einer blauen Jubeltraube. Mehrere Minuten feierten die von Sekt- und Wasserduschen durchnässten Altenbochumer anschließend auf dem Platz. Und dazu hatten sie auch allen Grund: Mit 2:0 hat sich der Bezirksligist FC Altenbochum gegen den zwei Klassen höher spielenden Westfalenligisten und Titelverteidiger Concordia Wiemelhausen durchgesetzt. Herausforderung gelungen: Damit ist Altenbochum der neue Kreispokalsieger.

„Meine Jungs sind heute alle über sich hinausgewachsen. Ich bin extrem stolz auf die gesamte Truppe“, sagte Rinklake, dessen Team sich neben der Qualifikation für den Westfalenpokal auch über eine Siegesprämie von 700 Euro, ein Spiel gegen die Profis des VfL Bochum und 100 Liter Freibier freute.

Fulminanter Start des FC Altenbochum

Das Endspiel startete fulminant. Altenbochum agierte von der ersten Minute an zielstrebig, störte Wiemelhausen früh und presste den Westfalenligisten so schnell in die eigene Hälfte. Nach einem Eckstoß sorgte Jassin Bousouf für den ersten Streich. Der Offensivspieler kam aus knapp 20 Metern unbehindert zum Abschluss: 1:0, 3. Minute.

„Genau davor hatten wir gewarnt: auf keinen Fall früh in Rückstand zu geraten. Wir sind dann nur noch hinterhergelaufen“, sagte Concordias Trainer Jürgen Heipertz. Zwar kam seine Mannschaft nach 15 Minuten besser in die Partie, eine echte Torchance erspielten sich die Gäste im ersten Durchgang jedoch nicht.

Concordia ist nach der Pause stärker

Nach der Pause brachte Trainer Heipertz Tom Franke und Marco Costanzino, er setzte also auf eine deutlich offensivere Ausrichtung. Und die taktische Umstellung machte sich auch prompt bemerkbar: Franke stürmte über mehrere Meter alleine auf das Tor der Altenbochumer zu, setzte den Ball jedoch knapp neben das Tor. Und nur wenig später folgte erneut eine Schrecksekunde für Altenbochum: Kevin Pflanz spielte sich frei und kam zum Abschluss – sein Schuss prallte jedoch gegen den Pfosten. „Wenn wir in einer dieser Situationen den Ausgleich machen, dann wäre es noch einmal offen gewesen“, bemerkte Heipertz.

Von der offensiveren Gangart der Wiemelhausener offensichtlich wach gerüttelt, war nun jedoch wieder der Gastgeber am Drücker: Jassin Bousouf, der ab der kommenden Saison für Wiemelhausen auflaufen wird, eroberte im Mittelfeld den Ball, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und traf zum 2:0 (53.).

Trainer Jürgen Heipertz ist maßlos enttäuscht

Zwar gab sich die Concordia auch nach dem zweiten Nackenschlag nicht auf, agierte nun jedoch zunehmend mit langen Bällen und erspielte sich lediglich noch eine wirklich gefährliche Torchance: Gianluca Silberbach köpfte auf das Tor der Gastgeber, scheiterte jedoch am stark aufgelegten Keeper der Gäste, Daniel Schmitz, der den Ball mit seinen Fingerspitzen gekonnt über den Kasten lenkte.

„Ich bin maßlos enttäuscht über die Leistung meiner Mannschaft. Altenbochum hat sehr gut gespielt und absolut verdient gewonnen“, resümierte Heipertz, dessen Team sich immerhin noch über einen Preis von 500 Euro freuen konnte.

Hordel hat gegen Welper leichtes Spiel - Platz drei

Im Spiel um den dritten Platz hatte der Westfalenligist DJK TuS Hordel ein leichtes Spiel: Gegen den Bezirksligisten SG Welper feierten die Bochumer einen deutlichen Kantersieg. Bereits zur Pause lag Hordel, unter anderem dank des Hattricks von Julius Ufer, mit 5:0 in Front. Und auch nach der Pause dominierten die Bochumer – 9:0. Damit hat sich Hordel immerhin noch einen Trostpreis von 400 Euro erspielt.

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