Halbmarathon

Dortmunder Orlowski siegt vor Wattenscheids Hense

Bei der Hälfte der Strecke hatten Sieger Steven Orlowski (links) und Jan Hense (mitte) sowie Bernhard Deiß gut lachen.

Bei der Hälfte der Strecke hatten Sieger Steven Orlowski (links) und Jan Hense (mitte) sowie Bernhard Deiß gut lachen.

Foto: Sabine Hahnefeld

Der 8. Stadtwerke-Halbmarathon durch die Bochumer City war wieder ein voller Erfolg. Auch ein Trainer des VfL Bochum rannte mit.

Am Sonntag hat sich Bochum wieder zur ultimativen Laufstrecke verwandelt: Das Wetter war perfekt, die Rennen bis zum Ende spannend. Beim 8. Stadtwerke-Halbmarathon waren am Ende Zuschauer, Sportler und Veranstalter gleichermaßen begeistert. Fast wäre ein Läufer des TV Wattenscheid 01 ganz oben auf dem Treppchen gelandet, erst auf den letzten Kilometern zog Steven Orlowski von der LG Olympia Dortmund noch an Wattenscheids Jan Hense vorbei.

„Alles ist bis auf ein paar Kleinigkeiten reibungslos verlaufen, da muss ich ein große Lob an die Helfer und das Zusammenspiel mit den Ämtern aussprechen“, sagte Michael Huke, Manager des TV 01. Zwei Haare gab es aber doch in der Suppe: Die Marke von 3000 Teilnehmern konnte wieder knapp nicht geknackt werden, und die Zuschauerzahlen waren trotz des guten Wetters schon mal größer.

Gute Stimmung an der Strecke

Gut war die Stimmung aber trotzdem, und sportlich wurde es auch wieder spannend. Aus der großen Masse an Läufern, die sich beim Start am Musikforum versammelt hatten, bildete sich schnell eine Spitzengruppe mit drei Läufern heraus: Hense machte bei seinem Heimlauf die Führungsarbeit, Orlowski und Bernhard Deiß vom Recklinghäuser LC blieben dran. „Am Anfang ist es für mich sehr gut angerollt, dann bin ich das Rennen vielleicht etwas zu schnell angegangen“, erklärte Hense.

Nach acht Kilometern musste Deiß abreißen lassen und war am Ende mit seiner Zeit von 1:11:49 Stunden trotzdem glücklich. „Ich wollte so lange wie möglich mit den beiden mitlaufen und bin glücklich, dass ich noch Dritter geworden bin. Ich bin das vierte Mal hier und habe eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt.“ Zwischen den beiden anderen Spitzenläufern ging das Duell noch weiter, bei Kilometer 16 wechselte die Führung aber endgültig.

Hense lässt sich als Zweiter feiern

„Von da an ging es bei mir steil bergab. Aber ich bin hier angetreten, um Spaß zu haben, und den hatte ich“, erzählte Hense, der sich im Ziel als Zweiter feiern ließ. Noch mehr Applaus bekam nur Orlowski, der mit 1:09:43 Stunden nah am Streckenrekord von 2015 blieb (66:16 min,Thorben Dietz).

„Ich freue mich riesig über diese gute Zeit, das ist keine einfache Strecke. Aber ich bin die ersten 15 Kilometer kontrolliert angegangen und habe mich danach noch richtig gut gefühlt“, sagte Orlowski. Mit starken Beinen bog der Dortmunder alleine in die letzte Kurve ein und überquerte die Ziellinie als Erster.

Mösch verteidigt ihren Titel

Bei den Frauen verteidigte Angela Mösch von der LG Deiringsen ihren Titel. Das Rennen war lange offen, denn zwei Läuferinnen des USC Bochum hielten mit. Sophia Rosenberg lag auf den ersten 16 Kilometern sogar vorne. „Dann wurde es anstrengend“, berichtete die 22-Jährige, die sich in 1:24:53 Stunden im Vergleich zum vergangenen Jahr um 12 Minuten gesteigert hat: „Ich war heute schneller als erwartet, es hat super viel Spaß gemacht.“

Ihre Vereinskollegin Sinthuya Vairavanathan kam aufs Treppchen. Sie hatte sich kurz vor dem Start spontan nachgemeldet. „Ich bin am Pacemaker dran geblieben, am Ende musste ich abreißen lassen, aber ich habe ihn bis zum Schluss noch gesehen“, so Vairavanathan, die in 1:30:22 Stunden finishte.

Moesch hatte eine andere Strategie und lief ihr eigenes Tempo. Mit ihrem Schlussspurt konnte sie ihre Vorjahreszeit um 36 Sekunden verbessern (1:24:05 h). „Ich bin superglücklich, dass ich am Ende noch die Körner hatte, das Finish so durchzuziehen“, strahlte die Titelverteidigerin: „Der Bochumer Halbmarathon ist ein tolles Rennen.“

SPLITTER: AUCH BOCHUMS CO-TRAINER IST DABEI

Auch viele Hobbysportler waren über die 21,0975 Kilometer angetreten, so wie der Bochumer Peter Jungbäcker. „Ich hatte etwas Angst vor dem hügeligen Kurs, jetzt bin ich so was von gut drauf“, sagte der 54-Jährige nachher.

Die Aktion Canchanabury ging mit 250 Läufern für Aids-Waisen auf die Strecke - mit beachtlichen Zeiten: Moritz Dammann kam mit einer Zeit von 1:17:10 Stunden als Gesamt-Siebter ins Ziel. „Ich hoffe, dass so mehr Leute die Hilfsorganisation kennenlernen“, erklärte er.

Viele der Tempomacher hatten Laufgruppen um sich herum. Einsam blieb der Pacemaker für die Zeit von 1:20 h. „Leider habe ich niemanden gefunden, der mir folgen wollte. Also bin ich eine Minute schneller durchs Ziel“, sagte Klaus Eickel von der LGO Bochum.

Auch der VfL war beim Halbmarathon mit dabei: Co-Trainer Heiko Butscher finishte mit einer Zeit von 1:33:34 Stunden auf Platz 68.

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