Basketball

Diehr: „Wir werden die Trainerfrage zeitnah lösen“

Seine Spielerkarriere ist gefährdet: Felix Engel, der „emotionale Leader“ der VfL Sparkassen-Stars, muss an der Hüfte operiert werden.

Seine Spielerkarriere ist gefährdet: Felix Engel, der „emotionale Leader“ der VfL Sparkassen-Stars, muss an der Hüfte operiert werden.

Foto: Joachim Hänisch

Die Saison ist nicht nach Wunsch verlaufen für die VfL Sparkassen-Stars, doch die Richtung, sagt Finanzvorstand Hans-Peter Diehr, stimmt.

Zwei Niederlagen im Achtelfinale gegen die Fraport Skyliners Juniors - und schon war die Play-Off-Runde für die VfL Sparkassen-Stars Bochum beendet. Man hatte zu Saisonbeginn beim Bochumer Basketball-Zweitligisten angesichts der erfolgreichen Vergangenheit von mehr geträumt, doch schon der Verlauf in den Ligaspielen war schwierig. Schließlich trennte sich der Klub auch noch, als sogar die Abstiegsrunde drohte, von Trainer Gary Johnson. Über die Geschehnisse der letzten Wochen und Monate sowie die Zukunftsaussichten sprach WAZ-Redakteur Michael Eckardt mit Hans-Peter Diehr, dem langjährigen Finanzvorstand der Sparkassen-Stars und Mann der ersten Stunde.

Wie beurteilen Sie das Abschneiden der Mannschaft?

Diehr: Es war das, was möglich war in diesem Jahr angesichts der Verletzungsprobleme, die wir hatten. Bevor Felix Engel, der ja auch unser Motor und emotionaler Leader auf dem Platz war, vor Weihnachten ausfiel, waren wir noch Tabellenzweiter. Außerdem fehlte Marco Buljevic, übrigens unser letzter berufstätiger Spieler, praktisch die komplette Saison. Und als dann Eduardo Arques einen guten Lauf hatte, fiel er ebenfalls verletzt aus. Wenn das alles passiert, dann muss man ein Ergebnis wie unseres einfach akzeptieren.

Apropos Felix Engel. Als er nicht mehr spielen konnte, machte er als ein Teil des Trainerduos Topalski/Engel weiter. Wird er jetzt der Nachfolger von Gary Johnson?

Erst einmal muss man abwarten, wie seine Hüftoperation Ende April verlaufen wird. Ich will das beileibe nicht prognostizieren, aber es kann sein, dass ihm das Karriereende droht. Es gibt ein Leben nach dem Sport und das sollte man möglichst beschwerdefrei führen können. Davon abgesehen, glaube ich, dass Felix sich eher in der Jugend sieht.

Kann man nach einer derartigen Saison denn noch etwas Positives finden?

Wir werden jetzt gucken, was gut und was schlecht war. Es war die erste Saison, in der wir auf einen Amerikaner beschränkt waren. Ein schwieriges Thema, denn die Akademien, die Junior-Teams der BBL-Klubs, saugen fast alle Talente auf. Und die wirklich guten Spieler auf dem EU-Markt wollen nicht oder nur für viel Geld in der 2. Bundesliga spielen.

Aber mit Erik Neusel und Niklas Meesmann haben doch zwei junge Spieler bei Ihnen einen Entwicklungsschritt gemacht.

Das stimmt. Meesmann, der mehr leisten musste als eigentlich vorgesehen war, hat einen richtigen Schritt nach vorne gemacht. Und dass wir den 18-jährigen Neusel in der Starting Five haben würden, damit war auch nicht zu rechnen. Beide haben von unserer Situation profitiert. Dass wir sie gerne behalten würden, ist kein Geheimnis.

Wie sieht es denn überhaupt mit der Kaderplanung aus?

Wir haben uns ja gerade erst geschüttelt und müssen noch unsere Gedanken sortieren. Aber der Kaderplanung vorgeschaltet ist die Trainerfrage. Und da werden wir versuchen, zeitnah eine Entscheidung zu fällen.

Und was macht die Gesamtentwicklung des Klubs abseits des Sports?

Wir hatten wieder mehr Zuschauer, haben auch unser Budget um 20 Prozent erhöht. Die Rundsporthalle bekommt demnächst einen Parkettboden, eine große Anzeigetafel ist im Gespräch. Nicht zu vergessen: Das gesamte Umfeld ist extrem ruhig geblieben. Das macht Mut für die nächste Spielzeit.

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