Regionalliga

Die SG Wattenscheid 09 steht vor einem Muss-Spiel

Seine Torgefährlichkeit würde der SG Wattenscheid 09 auch gegen den TV Herkenrath 09 gut tun: Berkant Canbulut im Spiel gegen den 1. FC Kaan-Marienborn.

Seine Torgefährlichkeit würde der SG Wattenscheid 09 auch gegen den TV Herkenrath 09 gut tun: Berkant Canbulut im Spiel gegen den 1. FC Kaan-Marienborn.

Foto: Dietmar Wäsche

Der Abstiegskampf spitzt sich zu in der Regionalliga, auch für die SG Wattenscheid 09. Aber zunächst müssen die Wattenscheider zuschauen.

Der Abstiegskampf spitzt sich zu in der Regionalliga, auch für die SG Wattenscheid 09. Aber zunächst schauen die Wattenscheider zu, was Kaan-Marienborn beim BVB (am gestrigen Abend), der Bonner SC gegen den SV Lippstadt (am heutigen Mittwoch) und der SV Straelen in Mönchengladbach (am morgigen Donnerstag) zu Wege bringen. Bonn und Straelen sind in Reichweite, Kaan-Marienborn liegt zurück und die SG 09 ist gefordert: Die Ergebnisse der anderen sind nämlich nichts wert, wenn die Wattenscheider das Muss-Spiel am Samstag nicht gewinnen. Gegner in der Lohrheide ist dann das abgeschlagene Schlusslicht TV Herkenrath 09. Eine einfache Aufgabe? Vermutlich nicht.

Herkenrath hatte schon rund um Weihnachten für Furore gesorgt. Thomas Zdebel, der als ausgebuffter Profi jahrelang beim VfL Bochum einer der Garanten für Erstliga-Fußball war, stieg beim Regionalliga-Aufsteiger als Trainer ein und nach nur acht Wochen wieder aus. „Als ich antrat“, sagte Zdebel, „hatten wir eine Truppe, mit der man gegen den Abstieg kämpfen konnte. Doch nun sind die Jungs weg“.

In Herkenrath konnte oder wollte man die Spieler nicht mehr bezahlen, ein Phänomen, das in Wattenscheid auch nicht ganz unbekannt ist. Während jedoch bei der SG 09 die Spieler auch in weniger fröhlichen Zeiten bei der Stange blieben, geriet das Projekt Regionalliga in Herkenrath komplett in Schieflage. Mit 13 Punkten liegt der TVH nun aussichtslos am Tabellenende und hat gerade mit dem 0:7 bei der Kölner Viktoria die bislang höchste Saisonniederlage einstecken müssen.

Das kann einer Mannschaft den Rest geben, das kann aber auch ungeahnte Widerstandskräfte mobilisieren. Von einer leichten Aufgabe mag SGW-Trainer Farat Toku deshalb bestimmt nicht sprechen. Voraussichtlich wird sich seiner Mannschaft ein Abwehrbollwerk entgegenstellen. Fällt kein frühes Tor, entwickelt sich ein Gedulds- und Nervenspiel für die Hausherren, die in der entscheidenden Saisonphase auf Rückenwind durch ihren Anhang hoffen.

War zuletzt beim 0:0 gegen die U21 des 1. FC Köln vor allem defensive Stabilität gefragt, so geht es am Samstag wieder darum, den Weg zum gegnerischen Tor zu finden - wie schon beim 3:1 gegen Kaan-Marienborn. Dass Emre Yesilova seine Sperre abgesessen hat, sollte sich positiv auf die Angriffsbemühungen auswirken. Und wenn dann Berkant Canbulut, der zweimalige Torschütze gegen Kaan, auch noch seine Sprunggelenk-Probleme überwunden hat, kann Toku zu der zuletzt im eigenen Haus erfolgreichen Aufstellung zurückkehren.

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