Frauenfußball - DFB-Pokal

DFB-Pokal: Frauen des VfL Bochum mit Premiere im Ruhrstadion

Erstmals trägt das Frauenteam des VfL Bochum am Sonntag ein Pflichtspiel im Ruhrstadion aus.

Erstmals trägt das Frauenteam des VfL Bochum am Sonntag ein Pflichtspiel im Ruhrstadion aus.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing

Bochum.  Das DFB-Pokal zwischen dem VfL Bochum und Viktoria Berlin wird ein besonderes. Erstmals dürfen die VfL-Frauen im Ruhrstadion spielen.

Dieses Jahr wäre das Jahr der Jubiläen geworden. Seit 50 Jahren gibt es Frauenfußball in Deutschland, seit zehn Jahren Frauen- und Mädchenfußball beim VfL Bochum. Das hätte gefeiert werden sollen. Die Coronapandemie macht Feiern zu solchen Anlässen einen Strich durch die Rechnung. Dennoch wurden früh für ein außerordentliches Ereignis der Frauen- und Mädchenabteilung des VfL Bochum die Weichen gelegt. Das DFB-Pokalspiel der Regionalliga-Fußballerinnen gegen den FC Viktoria Berlin findet am Sonntag im Vonovia Ruhrstadion statt.

„Das ist das erste Mal, dass eine unserer Mannschaften im Stadion spielt“, sagt VfL-Koordinator Willi Wernick. Er freut sich über diese Wertschätzung, die das Verschieben der geplanten Feierlichkeiten kompensiert.

Viktoria Berlin kommt als Spitzenreiter

Mit Viktoria Berlin empfangen die Bochumerinnen das wohl stärkste Team in der Nord-Staffel der Frauen-Regionalliga Nordost. Die vergangene Saison beendeten die Hauptstädterinnen bereits auf dem zweiten Platz, in der laufenden Spielzeit stehen sie nach bereits drei absolvierten Spielen mit neun Punkten und 18:1-Toren auf dem ersten Rang. „Da haben wir definitiv ein schweres Los erwischt“, sagt Wernick.

Aber auch die VfL-Frauen bewiesen sowohl in der Vorbereitung als auch beim 8:0-Auftaktsieg, dass sie eine starke Mannschaft haben. „Wir haben uns selber dafür empfohlen, dass man ein spannendes Spiel erwarten darf, das beiden Mannschaft sportlich alles abverlangen wird“, sagt Wernick. Er geht davon aus, dass es vor der Stadionkulisse für die VfL-Spielerinnen ein unvergessliches Spiel wird.

794 Zuschauer sind zugelassen

Damit es aber noch außergewöhnlicher wird, hoffen die VfL-Verantwortlichen, dass möglichst viele Zuschauer kommen. Unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln gibt es 794 Plätze. Der Kartenverkauf erfolgt ausschließlich online und personalisiert. Die Tickets können ab Mittwoch bis einschließlich Samstag über den Ticketshop des VfL Bochum erworben werden. Vollzahler zahlen 10 Euro, ermäßigte Karten gibt es für 5 Euro. Am Spieltag selbst wird es keine Tageskasse geben.

Die Plätze sind so verteilt, dass maximal vier Personen zusammensitzen können. Auf dem gesamten Stadiongelände gelten die bekannten AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken), erst am Platz gilt das Maskengebot, wobei der Verein empfiehlt, dieses einzuhalten. Einlass ist ab 13 Uhr.

Cateringstände werden geöffnet

Im Gegensatz zum Heimspielauftakt der VfL-Profis gegen St. Pauli werden auch einige Cateringstände geöffnet sein. Der VfL will den Kioskbetrieb unter coronabedingten Auflagen testen. An diesen Ständen und Kiosken kann ausschließlich bargeldlos bezahlt werden.

Wernick: „Wir hoffen natürlich, dass so viele Zuschauer wie möglich kommen und unsere Mannschaft bei diesem besonderen Spiel unterstützen.“

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