WAZ - Bochums Torjäger

Dennis Gerstemeier sichert sich den WAZ-Torjägerpokal

Dennis Gerstemeier, Eintracht Grumme, mit dem WAZ-Torjägerpokal. Mit auf dem Bild: Kai Kirschnak (Stadtwerke Bochum) und Larissa Herrmann (WAZ-Bochum).

Dennis Gerstemeier, Eintracht Grumme, mit dem WAZ-Torjägerpokal. Mit auf dem Bild: Kai Kirschnak (Stadtwerke Bochum) und Larissa Herrmann (WAZ-Bochum).

Foto: MATTHIAS GRABEN / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Fußball-Saison 2019/2020 endete vorzeitig. Die Stadtwerke und die WAZ Bochum haben sich aber dazu entschieden, den Torjägerpokal zu vergeben.

Zu Beginn des Jahres war aufgrund der Corona-Pandemie lange unklar, ob die Fußballsaison 2019/2020 noch einmal aufgenommen wird. Entsprechend lange ruhte der Ball auf den Bochumer Plätzen, bis schließlich klar war, dass die Spielzeit nicht weitergeführt und stattdessen zum Zeitpunkt des Abbruchs Mitte März gewertet wird. Anhand dieser offiziellen Wertung hat auch die WAZ-Lokalsportredaktion Bochum die Wertung für Bochums Torjäger 2019/2020 vorgenommen. Nach dem letzten gespielten Spieltag belegte schließlich ein Spieler mit 20 Saisontoren Platz eins.

Dennis Gerstemeier vom SV Eintracht Grumme holte sich den WAZ-Torjägerpokal. „Daran habe ich gar nicht mehr gedacht“, sagte der Torschützenkönig als er die Nachricht erhielt, dass die Vergabe des Pokals und auch die Übergabe des Gewinns in Höhe von 500 Euro durch die Stadtwerke Bochum noch ausstand. Als es dann auch noch hieß, dass Gerstemeier Bochums Torschützenkönig ist, war er aber noch mehr überrascht. „Damit habe ich nicht gerechnet“, meinte ein doch etwas überrumpelter, wenn auch freudiger Dennis Gerstmeier.

Preisvergabe bei den Stadtwerken

Nun stand schließlich im Beisein von Stadtwerke-Pressesprecher Kai Krischnak und WAZ-Mitarbeiterin Larissa Herrmann die Preisvergabe bei den Stadtwerken an. Dennis Gerstemeier betonte dabei erneut, dass er nicht damit gerechnet hätte, Torschützenkönig zu werden. „In der Saison 2015/2016 als ich bei der DJK Wattenscheid gespielt habe, war ich mit 46 Toren schon nah dran“, sagte der 34-Jährige. „Damals aber war Timo Wnuk mit 52 Toren noch ein bisschen besser.“

Nach den Stationen bei Arminia Bochum, Vorwärts Kornharpen, der DJK Wattenscheid und letztlich drei Jahren beim TuS Harpen sollte im vergangenen Jahr bei Gerstemeier aus zeitlichen Gründen eigentlich Schluss mit Fußball sein. Sein Heimatverein SV Eintracht Grumme wusste aber, dass er damit vereinslos war. „Sie haben dann nicht locker gelassen und letztlich die nötige Überzeugungsarbeit geleistet“, sagte Gerstemeier, der schließlich erst am sechsten Spieltag der vergangenen Saison für Grumme auflief.

Aus der Aushilfskraft wird eine Stammkraft

„Das sollte eigentlich erst nur für drei Wochen sein, weil der etatmäßige Stürmer im Ausland war“, sagte Gerstemeier. „Dann habe ich aber direkt drei Mal getroffen und so nahm dann alles seinen Lauf“. Weitere 17 Treffer kamen noch bis zum Saisonabbruch hinzu, und so wurde Gerstemeier, der eigentlich schon aufgehört hatte, erneut zum Leistungsträger. „Daher ist es eigentlich nochmal ein ziemliches Highlight in meiner Karriere. Hätte ich die ersten sechs Spiele gespielt, hätte ich bestimmt noch ein paar mehr Tore geschossen“.

Ganz für sich alleine will Bochums neuer Torschützenkönig seinen Gewinn aber nicht beanspruchen. „Den Titel hab ich natürlich auch der Mannschaft zu verdanken, die großen Anteil und die notwendige Vorarbeit geleistet hat, dass ich meine Aufgabe Tore zu schießen erledigen konnte“, sagte er. Entsprechend wird auch die Siegprämie in Höhe von 500 Euro mit den Teamkollegen geteilt. Aber nicht nur das. „Wir haben uns als Mannschaft außerdem dafür entschieden, 200 Euro an die Aktion Lichtblicke zu spenden“, sagte Gerstemeier. Ihm ist es auch persönlich ein großes Anliegen, einen Teil des Gewinns für einen guten Zweck einzusetzen.

Und wer weiß, vielleicht darf sich Dennis Gerstemeier noch ein weiteres Mal über den Titel freuen. „In der langen Coronapause habe ich gemerkt, dass mir das Fußballspielen immer noch fehlt, deswegen hänge ich noch eine Saison dran.“

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