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Corona: DJK TuS Hordel plädiert für eine Saisonunterbrechung

Gegen Wanne-Eickel - am Ball Jeff Gyasi – konnte Hordel zuletzt am 11. Oktober spielen und gewann mit 4:3.

Gegen Wanne-Eickel - am Ball Jeff Gyasi – konnte Hordel zuletzt am 11. Oktober spielen und gewann mit 4:3.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Bochum.  Der TuS Hordel muss wegen der Coronakrise bereits sein drittes Spiel in der Saison absagen. Manager Versen wünscht sich eine Saisonunterbrechung.

Fußball-Westfalenligist DJK TuS Hordel bekommt die Coronakrise knüppeldick zu spüren. Auch die für Sonntag geplante Partie gegen den SV Sodingen wurde abgesetzt. Nach einem positiven Test auf Covid-19 im Team am vergangenen Freitag befinden sich neben dem Betroffenen noch vier weitere, nicht erkrankte Spieler der Hordeler in häuslicher Quarantäne. Symptome zeigen alle Amateurfußballer nicht. Der Rest des Teams kann das Training wieder aufnehmen.

Es ist bereits die dritte Partie der Hordeler, die coronabedingt abgesagt werden musste. Das Spiel gegen RW Deuten wurde mittlerweile nachgeholt, am vergangenen Sonntag fiel wegen des gleichen Coronafalls dann das Spiel in Dröschede aus. „Die Gesundheit geht vor“, betont Hordels Manager Jörg Versen.

Und weil sich angesichts steigender Coronafallzahlen auch die Spielausfälle häufen, hat er sich bereits Gedanken gemacht, wie es weitergehen könnte. Aktuell sieht er bereits eine Wettbewerbsverzerrung, die noch heftiger werden könnte, wenn Infektionszahlen steigen und damit fast zwangsläufig die Zahl der Spielabsagen. Und: Für Hordel wie für viele weitere Teams ist ein regelmäßiges Training ja kaum möglich, schon gar nicht mit dem kompletten Team.

Hordels Manager Versen plädiert für kürzere der Saison mit Auf- und Abstiegsrunden

Versen plädiert daher für eine Saisonunterbrechung von zwei, drei Wochen zunächst. Je nach Entwicklung der pandemischen Lage könnte es dann weitergehen oder auch nicht. Schon jetzt hält Versen es für sinnvoll, die Saison anders zu gestalten: Mit einer kompletten Hinrunde und danach einer Auf- und Abstiegsrunde mit den jeweils neun besten bzw. schlechtesten Teams. Das würde acht Partien weniger bedeuten. „Wir hätten zwei Monate Zeit gewonnen“, meint Hordels Manager. Zeit, die man wohl für Nachholspiele benötigen würde.

Ob es so oder ganz anders kommt, wird sich zeigen. Noch hält der Fußballverband Westfalen daran fest, die Saison regulär zu Ende zu spielen. Am 1. November ist ohnehin Spielpause, weiter geht es nach Plan für Hordel mit dem Derby am 8. November gegen Concordia Wiemelhausen, sofern nicht zuvor Nachholspiele angesetzt werden.

Ebenfalls bereits abgesagt in der Westfalenliga ist die Partie zwischen YEG Hassel und BSV Schüren. Concordia Wiemelhausen dagegen spielt am Sonntag um 15.30 Uhr beim FSV Gerlingen, so nichts dazwischenkommt. Auch andere Teams haben coronabedingt zurzeit Pause, wie berichtet unter anderem die SG Wattenscheid 09.

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