Fußball-Westfalenpokal

Concordia Wiemelhausen bricht nach dem 1:2-Rückstand ein

Zweikampf unter Flutlicht: Wiemelhausens Kenneth Neumann gegen Kaans Kapitän Toni Gänge (links).

Zweikampf unter Flutlicht: Wiemelhausens Kenneth Neumann gegen Kaans Kapitän Toni Gänge (links).

Foto: Biene Hagel

Wiemelhausen.   Westfalenligist Concordia Wiemelhausen muss sich dem Siegener Regionalligisten 1. FC Kaan-Marienborn am Mittwochabend mit 1:5 beugen.

Wäre nach 40 Minuten Schluss gewesen, gäbe es eine lange Lobeshymne auf die Westfalenliga-Fußballer von Concordia Wiemelhausen. Doch am Ende stand in der dritten Runde des Westfalenpokals dann doch noch eine Packung. Das Team von Trainer Jürgen Heipertz unterlag am Mittwochabend dem zwei Klassen höher spielenden Regionalligisten 1. FC Kaan-Marienborn nach einer 1:0-Führung mit 1:5 (1:1).

„Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt“, sagte Jürgen Heipertz. Allerdings hatte es seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten vor 300 Zuschauern an der Glücksburger Straße versäumt, sich ein Pölsterchen zuzulegen. „Wir hätten drei Tore machen können“, sagte der Concordia-Trainer. Zumal die Siegerländer, die für ihre Anreise deutlich länger als geplant gebraucht hatten, so dass die 29-jährige Essener Frauen-Bundesliga-Schiedsrichterin Sina Diekmann die Partie mit 17-minütiger Verspätung anpfiff, nicht nur einmal schlampig agierten.

Kevin Pflanz trifft zur Wiemelhauser 1:0-Führung

Eigentlich hatten die Wiemelhauser, die von ihren Fans im ersten Abschnitt auch regelmäßig mit Szenenapplaus bedacht wurden, die Arme in der 19. Minute schon hochgerissen. Doch Iliass Adinda schoss den Ball nicht nur an Kaans Keeper Jonas Brammen, sondern auch an dessen Tor vorbei.

Das mehr als verdiente 1:0 für den Westfalenliga-14. fiel dann aber doch, und zwar – klar – nach einem Käner Bock. Kevin Pflanz freute sich und vollendete. In der Folge tastete sich das Team von Trainer Thorsten Nehrbauer so langsam ans Tor der Gastgeber heran. Und in der 42. Minute gab es das 1:1. Sehr zum Frust von Jürgen Heipertz. „Wir hatten eine klare Zuordnung“, sagte der Concordia-Trainer. Nach einer Ecke Elsamed Ramajs köpfte Dawid Krieger und traf Wiemelhausens Kapitän Henning Wartala so, dass Torwart Simon Meyering keine Chance hatte.

1:1 zur Pause. Ging da noch was? Nicht mehr viel. Erst recht nicht, nachdem das 1:2 gefallen war. „Das zweite Tor war eine Katastrophe“, sagte Jürgen Heipertz, der den Ball nach der Flanke Daniel Waldrichs bei dessen hohem Langstrecken-Flug beobachtet und sich gewundert hatte, dass Dawid Krieger mühelos einköpfen durfte.

Jürgen Heipertz: „Das zweite Tor war eine Katastrophe“

Als nur sechs Minuten später das 1:3 fiel, ging bei Concordia Wiemelhausen überhaupt nichts mehr und ein Teil der Zuschauer schon nach Hause. Wieder war es eine Standardsituation, eine Ecke, die diesmal Marcel Radschuweit per Kopf genutzt hatte, und deshalb ärgerte sich Trainer Jürgen Heipertz auch. „Das ist gegen einen Regionalligisten zu viel“, sagte der 59-Jährige. „Danach war es nur noch eine Frage der Höhe.“ Und die beantworteten Daniel Waldrich und Dawid Krieger mit ihren Treffern zum 4:1 sowie 5:1-Endstand für den 1. FC Kaan-Marienborn.

Concordia Wiemelhausen -
1. FC Kaan-Marienborn 1:5 (1:1)

Concordia Wiemelhausen: Meyering - Leone, Nkam, Ortmann, Yerli - Wartala (70. Schmidt) - Neumann, Pflanz - Coric, Kadiu, Adinda.

Tore: 1:0 Kevin Pflanz (32.), 1:1, 1:2 Dawid Krieger (42., 54.), 1:3 Marcel Radschuweit (60.), 1:4 Daniel Waldrich (70.), 1:5 Dawid Krieger (77.).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben