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Bochumer Spendenläufe schaffen Netzwerke unter Betroffenen

Über Bochumer Läufe für den wohltätigen Zweck werden Netzwerke unter den Betroffenen geschaffen.

Über Bochumer Läufe für den wohltätigen Zweck werden Netzwerke unter den Betroffenen geschaffen.

Foto: Ingo Otto

Bochum-Stiepel/Bochum-Mitte.  Betroffene bekommen bei Lauf-Veranstaltungen in Bochum Kontakt zu Organisationen und weitere Hilfe. Sie gehen auch selbst an den Start.

Die Läufe, die im Zeichen einer Wohltätigkeit stehen, haben zwei Vorteile: Sie ermöglichen einerseits vielen, sich auf nicht allzu ambitioniertem Niveau zum Sport zu begeben, andererseits schaffen sie Netzwerke.

Das ist bei dem Kemnader Burglauf sowie dem Lauf des Vereins „Aktiv gegen Brustkrebs“ so. In erster Linie geht es den Veranstaltern – der Brustkrebs-Lauf wird im offiziellen Laufkalender von der Leichtathletik-Abteilung des VfL Bochum eingetragen – um die sportliche Tätigkeit. „Wir wollen die Leute zum Laufen bewegen“, sagt Werner Conrad, Sprecher des Vereins. Am Start sind auch betroffene Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind. Ihnen hilft die Bewegung, sie soll nach Meinung von Fachärzten die Krebserkrankung positiv begünstigen.

Betroffene geben positive Rückmeldungen

Die Betroffenen laufen also regelmäßig mit, geben mitunter auch positive Rückmeldungen an den Verein. Der steht mit einem Infostand bereit, weitere gesundheitliche Einrichtungen ebenfalls. Genauso wie beim Kemnader Burglauf. So haben die Läufer neben dem Sport die Möglichkeit, sich über den Hintergrund zu informieren. Die Betroffenen können zusätzliche Kontakte knüpfen, um Hilfe und Tipps zu bekommen. „Wir drängen uns dabei nicht auf. Wer möchte, kann sich selbstständig informieren“, sagt Conrad.

Dadurch könne sich ein Netzwerk bilden, was wichtig ist, um effektiv zu arbeiten. Und die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Vor Ort am Kemnader See sind beim Burglauf nämlich die betroffenen muskelkranken Kinder, manche sitzen bereits im Rollstuhl – ein Schicksal, was sie alle irgendwann erwartet. Die Läufer sprechen vereinzelt mit ihnen. „Wobei sie weniger über die Krankheit sprechen, sondern zum Beispiel über Fußball“, erzählt Silvia Hornkamp, Geschäftsführerin des organisierenden Vereins „Benni & Co.“. Selbst mitlaufen können die Betroffenen nicht, da ihre Muskulatur die Belastung nicht tragen kann.

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