Fechten

Auf dem Sprung in die Weltelite

War in den letzten beiden Jahren nicht zu schlagen, ist aber aus Altersgründen nicht mehr dabei: Camilla Mancini (li.).

War in den letzten beiden Jahren nicht zu schlagen, ist aber aus Altersgründen nicht mehr dabei: Camilla Mancini (li.).

Foto: WAZ FotoPool

Die besten Fechtsport-Talente der Welt kommen mal wieder nach Bochum: Am kommenden Samstag richtet die Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid zum bereits 29. Mal den Junioren-Weltcup im Damenflorett aus.

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Die besten Fechtsport-Talente der Welt kommen nach Bochum: Am kommenden Samstag richtet die Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid zum bereits 29. Mal den Junioren-Weltcup im Damenflorett aus. Mehr als 100 junge Fechterinnen, viele davon auf dem Sprung in die Weltelite, kämpfen in der Sporthalle der Erich-Kästner-Gesamtschule (Markstraße 189) um den Pokal der Stadt Bochum und um begehrte Punkte für die Weltrangliste. Zuschauer sind willkommen, der Eintritt zu dieser internationalen Fecht-Gala ist frei.

Als große Fechtnation entsendet allein Deutschland 20 Juniorinnen (17 bis 19 Jahre), weitere Teilnehmerinnen kommen aus Griechenland und aus Russland, aus Italien, Frankreich und sogar aus Peru - kurz: aus der ganzen Welt. Schließlich ist es das einzige internationale Spitzenturnier dieser Altersklasse im Bereich des Weltfechtverbands FIE.

Wie hoch die sportliche Bedeutung dieses traditionell in Bochum ausgetragenen Weltcups ist, zeigt auch ein Blick auf die Siegerlisten. Die deutsche Fechtlegende Anja Fichtel hat hier zweimal triumphiert und startete so ihre beeindruckende Karriere, in der sie unter anderem zwei Goldmedaillen bei Olympia gewann. Auch für die Italienerin Valentina Vezzali, die beste olympische Fechterin aller Zeiten, war das Bochumer Turnier ein Sprungbrett auf ihrem Weg in die Weltspitze.

Die Gewinnerin der letzten beiden Jahre, Camilla Mancini, kann zwar aus Altersgründen nicht mehr dabei sein, aber die aktuelle Weltranglisten-Zweite, Malina Calugareanu aus Rumänien, reist ebenso an wie ihre Landsfrau Maria Boldor (FIE-Ranglistenplatz 4) und die Italienerin Erica Cipressa (FIE-Rangliste Nr. 5).

Aus deutschen Landen werden die Zwillinge Leandra und Greta Behr (FC Tauberbischofsheim) auf die Planche gehen; Leandra als Nummer eins der deutschen Rangliste, Greta als Nummer drei. Die nationale Nummer zwei darf natürlich auch nicht fehlen. Valentina Moor vom OFC Bonn komplettiert das deutsche Spitzen-Trio.

Die Vorrundengefechte des Junioren-Weltcups am 1. November beginnen um 8.30 Uhr. Die Final-Gala mit den Halbfinals und dem Finale ist für 16 Uhr vorgesehen. Das Turnier steht auch im Zeichen der Inklusion, im Rahmen der Final-Gala wird Rollstuhlfechten demonstriert.

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