Basketball-Rückzug

Astro-Ladies Bochum starten nicht in der 2. Liga

Bleibt bei den Astro-Ladies an Bord: Trainer David Glöckner im Kreises der Mannschaft.

Bleibt bei den Astro-Ladies an Bord: Trainer David Glöckner im Kreises der Mannschaft.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Die Regionalliga-Frauen der Astro-Ladies Bochum wollen kein finanzielles Risiko eingehen und verzichten auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Die Stimmung in Verein und dessen Umfeld hätte besser nicht sein können, nachdem die Astro-Ladies Anfang April die Regionalliga-Saison an der Tabellenspitze beendet hatten. Zwar hätten viele potenzielle Partner großes Interesse am Aufstieg in die 2. Bundesliga und an der Mannschaft gezeigt, jedoch fand sich kurzfristig, die selbst festgelegte Deadline für eine Entscheidung war der 20. Mai, kein Hauptsponsor. „Es durfte keine Nacht- und Nebelaktion werden“, erklärt Sportvorstand Silke Sondermann.

Keine Nacht- und Nebelaktion

Dennoch blickt man in Reihen der Astro-Ladies voller Vorfreude auf kommende Herausforderungen. „Wir wollen den Schwung mitnehmen und weiteren Partnern unseren Sport näherbringen“, so Sondermann. Sollte sich der Erfolg nächstes Jahr wiederholen, wolle man finanziell für die 2. Liga gewappnet sein. Spätestens 2021, so die Perspektive, soll Bochum auf jeden Fall einen weiteren Zweitligisten haben.

Neuer Co-Trainer wird gesucht

Neben der Suche nach Sponsoren läuft vereinsintern die Vorbereitung. Ex-Trainer Thomas Poll wurde als Team-Manager vorgestellt, Astrid Franze wird künftig die Heimspieltage organisieren. Zudem sei man auf der Suche nach einem Marketing-Experten. „Wir brauchen Argumente für potenzielle Partner“, sagt Silke Sondermann.

Die Trainerfrage, zumindest die des Chef-Trainers, ist hingegen längst beantwortet. Meistermacher David Glöckner wird auch in der kommenden Saison die Astro-Ladies trainieren. Co-Trainer Timo Hauge aber wird ihn dabei aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr unterstützen. Derzeit wird nach einem Nachfolger für ihn gesucht.

Ein positiver Aspekt der Entscheidung ist, dass die eingespielte Mannschaft noch mindestens ein weiteres Jahr zusammenspielen kann. Für Liga zwei müssten einige Änderungen vorgenommen werden, einige Spielerinnen hätten im Aufstiegsfall keine Zukunft mehr in Bochum. Neuzugänge gibt es bisher nicht, sind aber nicht ausgeschlossen. Der Standort Bochum ist zudem besonders deshalb interessant für potenzielle Neuzugänge, weil es im Ruhrgebiet bisher keinen Zweitligisten gibt. Den Astro-Ladies entgeht vorerst also ein sportliches Monopol.

Auch wenn der Gewinn der Meisterschaft nun nicht vom Aufstieg gekrönt wird, ist bei den Astro-Ladies eine positive Stimmung erkennbar. Lösungen für die finanziellen Probleme sind, darauf setzen die Verantwortlichen, in Aussicht und sportlich ist ein weiteres erfolgreiches Jahr mit einem eingespielten Team zu erwarten.

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