Bochum. Thomas Letsch macht vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim kein Geheimnis aus seinem Kader. Wie er mit dem VfL Bochum in Sinsheim punkten will.

So offen hat sich Thomas Letsch selten über seine Kaderplanung und die Aufstellung für den kommenden Spieltag in der Bundesliga geäußert. Sagt der Cheftrainer des VfL Bochum sonst, dass er sich nicht zum Kader oder der Aufstellung äußern wird, fand er vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) deutlichere Worte. Ein Startplatz für Maximilian Wittek sei sicher.

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„Zu viele Änderungen wird es sicherlich nicht geben“, sagte er. Bisher seien sie sehr gut damit gefahren es so zu machen. Lediglich auf Keven Schlotterbeck muss er aus dem Kader des vergangenen Spieltags verzichten. Der hat beim 3:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg die fünfte Gelbe Karte gesehen und ist daher für den aktuellen Spieltag gesperrt. Wie er Schlotterbeck, der zuletzt als Innenverteidiger in der Viererkette gespielt hat, ersetze, wisse er ebenfalls bereits und macht daraus kein Geheimnis. So werde er Bernardo in die Mitte ziehen, Wittek werde hinten links spielen.

Für Schlotterbeck werde Danilo Soares in den Kader rücken. Soares stand zuletzt beim Unentschieden gegen den 1. FSV Mainz für den VfL Bochum auf dem Platz. „Er präsentiert sich sehr stark und mit ihm haben wir auch nochmal ein Backup“, sagte Letsch.

VfL Bochum: Letsch lobt Fans, aber sendet einen Appell

Seit fünf Spielen ist der VfL Bochum ungeschlagen. Nach dem Spiel gegen Bayern München und Borussia Dortmund, in denen der VfL zehn Gegentore bekommen hat, war klar, dass etwas geändert werden muss. Diese Änderung hat funktioniert – im Schnitt bekommt der VfL seit dem 0:0 gegen RB Leipzig nur noch ein Gegentor. „Wenn wir es schaffen zu null zu spielen oder ein Gegentor bekommen, ist das die Basis ein Spiel zu gewinnen“, sagte Letsch. Besonders im vergangenen Spiel habe man gesehen, dass die Mannschaft hoch verteidigen und dennoch stabil sein könne. „Das ist nicht nur auf Glück zurückzuführen, sondern wir lassen auch wenig zu.“

Danilo Soares werde beim Spiel gegen die TSG Hoffenheim wieder in den Kader rücken. Zuletzt stand er beim Unentschieden gegen den 1. FSV Mainz für den VfL Bochum auf dem Platz.
Danilo Soares werde beim Spiel gegen die TSG Hoffenheim wieder in den Kader rücken. Zuletzt stand er beim Unentschieden gegen den 1. FSV Mainz für den VfL Bochum auf dem Platz. © Getty Images | Christian Kaspar-Bartke

Auch für die Fans hat der Cheftrainer ein paar warme Worte übrig – sendet aber auch einen Appell. „Unsere Fans sind sensationell“, sagt Letsch. Aber: „Sie müssen alle Spieler unterstützen.“ Besonders, wenn es bei einem Spieler mal nicht so gut laufe, „tut es ihm gut unterstützt zu werden“. Gemeint ist damit wohl Philipp Hofmann. Schon in der vergangenen Woche war die bisher maue Ausbeute des Stürmers von null Toren und zwei Vorlagen ein Thema. Viele Fans murren darüber, dass Letsch immer wieder auf ihn setzt, würden Hofmann lieber auf der Bank sehen.

VfL Bochum - TSG Hoffenheim: Sinsheimer in ähnlicher Situation

Generell sei die TSG Hoffenheim in einer ähnlichen Situation wie der VfL Bochum. Wie Keven Schlotterbeck, hat bei den Sinsheimern der Innenverteidiger Kevin Akpoguma eine Gelbsperre. Dennoch kann TSG-Trainer Pellegrino Matarazzo auf verschiedene Backups zurückgreifen, wie beispielsweise Ozan Kabak, bei dem am Mittwoch noch unklar war, ob er rechtzeitig fit wird.

„Wir haben verschiedene Alternativen. Attila Szalai kann auf halblinks agieren, Jay Brooks zeigt eine gute Form, wir haben auch Kasim Adams. Stanley Nsoki fehlt leider noch der Rhythmus. Auch Pavel Kadeřábek kann auf halbrechts spielen, diese Option schließe ich ebenfalls nicht aus“, so Matarazzo bei der Pressekonferenz der TSG. Es sei eine schwierige Woche für ihn. Er habe sehr viele Optionen für die Startelf, „alle zeigen sich auch in einer guten Form“.

Das weiß auch Bochums Trainer Letsch: „Die Mannschaft hat in diesem Jahr eine top Entwicklung hingelegt und eine hohe Qualität im Kader.“ Für ihn sei die TSG Hoffenheim eine Mannschaft, die zurecht im oberen Drittel der Tabelle stehe. Derzeit stehen die Sinsheimer auf Platz sechs mit 20 Punkten in der Bundesliga. Letschs Ziel für das Spiel gegen Hoffenheim: Erneut hoch verteidigen und wenig zulassen. „Wir wollen da natürlich auch Punkte holen.“