Regionalliga

Aachen kommt mit neuem Mut zur SG Wattenscheid 09

Saisonziel revidiert: Aachens Trainer Fuat Kilic nimmt die Aufstiegs-Ambitionen zurück.

Saisonziel revidiert: Aachens Trainer Fuat Kilic nimmt die Aufstiegs-Ambitionen zurück.

Foto: Thorsten Tillmann / tt

Wattenscheid.  Alemannia Aachen ist der Lieblingsgegner der SG Wattenscheid. Doch der Regionalligist, der am Montag an der Lohrheide spielt, hat Mut geschöpft.

Es war ein beispielloser Kraftakt, dessen Auswirkungen gleich auf zweierlei Weise bis ins Revier nachhallen. Am vergangenen Regionalliga-Spieltag hat Alemannia Aachen Tabellenführer SV Rödinghausen mit 3:2 geschlagen. Der punktgleiche Tabellenzweite Rot-Weiss Essen dürfte über den Treffer in der Nachspielzeit ebenso frenetisch gejubelt haben wie das Gros der 4900 Fans am Tivoli.

Bei der SG Wattenscheid hingegen dürfte es trotz des 2:1-Sieges beim Wuppertaler SV ein nervöses Grummeln ausgelöst haben. Denn am Montag spielt Aachen in der Lohrheide (20.15 Uhr, Sport 1). Der Sieg über den Regionalliga-Primus geriet für die Alemannia nicht nur für den Moment zum Genuss. Schließlich hatte Trainer Fuat Kilic vor der Beginn der Saison das Ziel ausgegeben, oben mitspielen zu wollen.

Trainer Kilic nimmt die Aufstiegs-Ambitionen zurück

Vor dem Spiel gegen Rödinghausen - die Kaiserstädter hatten bis dato lediglich gegen Aufsteiger TuS Haltern gewonnen - nahm der 46-Jährige die forsche Ansage zurück: „Für die Mannschaft war es nicht gut, die Erwartungshaltung so zu kommunizieren. Da habe ich mir etwas anderes bei gedacht, aber letztendlich war das ein Eigentor. Den Druck müssen wir jetzt rausnehmen.“ Kilic nahm sein Team, das acht Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze hat, damit aus dem Zentrum der Kritik.

Acht Siege in den letzten acht Partien für die SG Wattenscheid

In Wattenscheid sehen sich die Aachener ohnehin nicht unter Druck gesetzt. Denn in den vergangenen acht Begegnungen hatte die Alemannia gegen Wattenscheid nichts zu lachen. Die Elf von Trainer Farat Toku entschied die Spiele allesamt für sich. „Es gibt auch Statistiken, die besagen, dass eine Mannschaft 25 Jahre lang gegen das andere Team nicht gewonnen hat. Dann kommt aber der Tag, an dem es passiert“, sagt Kilic und schwächt so die Bedeutung des Zahlenwerks ab.

Die ursprüngliche Zielsetzung ist passé, dafür gilt jetzt eine neue. Und die hat am vergangenen Wochenende bereits gefruchtet. Kilic: „Wir wollen uns jetzt darauf konzentrieren, um Woche für Woche einen vernünftigen Auftritt hinzulegen.“

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