VfL-Stimmen

2:2 gegen Pauli: Eine gefühlte Niederlage für den VfL Bochum

Manuel Riemann hatte lange wenig zu tun. Am Ende ärgerte er sich über zwei späte Gegentore.

Manuel Riemann hatte lange wenig zu tun. Am Ende ärgerte er sich über zwei späte Gegentore.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Bochum.  Mit 2:0 führte der VfL Bochum gegen den FC St. Pauli im ersten Heimspiel der Saison. Am Ende hieß es 2:2. Die Stimmen zum Spiel.

Simon Zoller konnte es ebensowenig glauben wie Robert Zulj. Die beiden hatten den VfL Bochum gegen St. Pauli mit 2:0 in Führung gebracht. Am Ende glich St. Pauli auf, hatte sogar die Chance zum Sieg. Die Stimmen zum Spiel.

Thomas Reis (Trainer VfL Bochum): Wir haben ein Spiel gesehen, in dem meine Mannschaft gut 80 Minuten tonangebend war. Schon in der ersten Halbzeit wäre mehr möglich gewesen. Wir führen hochverdient mit 2:0, dann kommt aber ein Bruch rein. Ich hatte das Gefühl, dass wir zu sehr verwalten wollten und nicht auf das dritte Tor gegangen sind, wir haben reagiert statt agiert. Die Gegentore waren letztendlich zu einfach. Die Ordnung hat überhaupt nicht mehr gestimmt, im Endeffekt kannst du das Spiel sogar noch verlieren. Das wäre natürlich der Super-GAU gewesen. Es tut schon weh, weil wir es eigentlich heute verdient gehabt hätten. Respekt an St. Pauli, die sich nicht aufgegeben haben. Wir müssen das Gute mitnehmen und nach vorne schauen, auch wenn es sich wie eine Niederlage anfühlt. Davon lassen wir uns aber nicht unterkriegen.

Timo Schultz (Trainer FC St. Pauli): Grundsätzlich traue ich meiner Mannschaft alles zu und finde, dass wir beim Stand von 0:2 noch gut im Spiel waren. Wir haben uns das verdient, weil wir immer weiter nach vorne gespielt haben. Wir hätten sogar noch das dritte Tor machen können, das wäre aber dann zu viel des Guten gewesen. Unsere Abwehr hat auch ein gutes Spiel gemacht und die Bochumer Offensive halbwegs gut im Griff gehabt. Der Spielverlauf kann uns einen Schub geben, auch wenn wir lieber gewonnen hätten.

Gerrit Holtmann (VfL Bochum): Das Hin und Her ab der 82. Minute darf uns nicht passieren. Pauli hätte sogar noch gewinnen können, wir aber auf der anderen Seite auch. Wir führen vor unseren Zuschauern mit 2:0 und denen wollten wir etwas bieten. So ist es ein bitterer Abend. In Karlsruhe wollen wir es nächste Woche besser machen. Der zwölfte Mann war unglaublich. Die Leute haben Stimmung gemacht, das war toll und hat zuletzt gefehlt.

Robert Žulj (VfL Bochum): In den Schlussminuten haben wir die Ordnung und den Zugriff auf das Spiel verloren. Am Ende des Tages kann St. Pauli sogar noch den Sieg mitnehmen. Wir sind ein wenig ins alte Muster der letzten Saison verfallen, das müssen wir schleunigst abstellen. Ich hatte das Gefühl, dass wir das sicher nach Hause bringen. Vielleicht waren wir uns zu sicher, die drei Punkte hier zu behalten. Dann passiert sowas wie heute. Wir haben eine gute Mannschaft. Aber dazu gehört auch, dass wir sowas über die Bühne bringen. In Karlsruhe wollen wir an die ersten 80 Minuten anknüpfen.

Simon Zoller (VfL Bochum): Wir haben über 80 Minuten ein super Spiel gemacht, den Ball klasse laufen lassen und Chancen gehabt, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Wir hatten alles im Griff, dann passieren Fehler, die nicht passieren dürfen. Die letzten zehn Minuten war es vogelwild, da haben wir es aus der Hand gegeben. Wir hätten sogar noch verlieren können bei dem offenen Schlagabtausch. Das ist brutal ärgerlich, das Spiel müssen wir eigentlich nach Hause bringen. Dass wir wieder Stimmung haben, ist super. Das macht es aber umso bitterer, nicht die drei Punkte geholt zu haben. Auf den 80 Minuten bauen wir aber auf und greifen nächste Woche wieder an.

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