Fussball

Zwei Bundesligisten wollen Sauerländer Philipp Hofmann

Und wieder ein Selfie: Fotos mit Philipp Hofmann (rechts) sind zurzeit sehr gefragt.

Und wieder ein Selfie: Fotos mit Philipp Hofmann (rechts) sind zurzeit sehr gefragt.

Foto: Giannakis

Schmallenberg-Fleckenberg.  Wie sieht die sportliche Zukunft der Sauerländer Fußball-Profis Philipp Hofmann und Julian Schauerte aus?

Ihre Autogramme waren heiß begehrt. Der gebürtige Wenholthausener Philipp Hofmann, der den Karlsruher SC in der abgelaufenen Saison zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschossen hat, besuchte jetzt Julian Schauerte aus Schmallenberg-Grafschaft und die Fußballschule „Rondo“. Julian Schauerte, Kapitän von Drittliga-Absteiger SC Preußen Münster, betreibt seit Anfang Juni zusammen mit Enrico Ledda, Coach des FC Fleckenberg/Grafschaft, und Andreas Galwas, Co-Trainer des A-Ligisten, die Fußballschule.

Wie wird man Fußball-Profi?

Die insgesamt 32 Kids waren begeistert, als sie nach dem dreitägigen Trainingslager auf der Anlage des FC Fleckenberg/Grafschaft auch noch Philipp Hofmann sowie Julian Schauerte Fragen stellen und Fotos machen konnten. Mit verschränkten Armen stand dabei der zwölfjährige Jonas Yildirim vor dem 1,92 Meter großen Philipp Hofmann und sprach den Profi direkt und ohne Scheu an. „Sag mal, wie wird man denn Fußball-Profi? Ich will das später auch mal werden“, fragte Jonas Yildirim. „Da gehört schon sehr viel Glück dazu. Da bin ich ganz ehrlich“, antwortete der 27-jährige Stürmer und Torjäger des Karlsruher SC. „Wenn du das ganz doll willst, dann schafft du das. Ich jedenfalls glaube voll an dich.“ Absoluter Höhepunkt für Jonas Yildirim war dann noch das gemeinsame Erinnerungsfoto.

Beim FC Schalke 04 ausgebildet

„So eine Fußballschule bietet ambitionierten Kindern und Jugendlichen eine gute Plattform, um sich weiterzuentwickeln. Das Sauerland ist fußballmäßig gut aufgestellt und gespickt mit jungen Talenten“, teilte Hofmann mit, der seine fußballerischen Anfänge einst beim TSV RW Wenholthausen machte und anschließend im Internat des FC Schalke 04 zum Profikicker ausgebildet wurde. Die spielfreie Zeit verbringt der 27-Jährige zuweilen in Winterberg. Dort ist er mit seiner Familie beheimatet. „Wenn es die Zeit zulässt, dann bin ich im Sauerland und tanke neue Kraft. Mein Herz schlägt für diese Region, das ist meine Heimat“, berichtete Hofmann, dessen sportliche Zukunft nach 17 Toren in der vergangenen Saison noch offen ist. Zweitligist Karlsruher SC will den Stürmer gerne behalten.

Aber dem Sauerländer liegen mittlerweile auch Angebote aus der 1. Bundesliga vor. Wie Hofmann gegenüber der Sauerlandsport-Redaktion berichtete, hat es unter anderem zwei konkrete Anfragen gegeben: „Der 1. FSV Mainz 05 und der 1. FC Union Berlin sind an mich herangetreten. Ich muss mal schauen, ob und für welchen Verein ich mich letztlich entscheide. Fakt ist, dass ich eine derartige Chance schon nutzen möchte. In der ersten Liga zu spielen, wäre ein absoluter Traum für mich. Auf so eine Möglichkeit arbeitet man als Profifußballer die ganze Zeit hin.“

Schauerte hat drei Wunschvereine

Auch die sportliche Zukunft von Julian Schauerte ist nach dem Drittliga-Abstieg mit dem SC Preußen Münster noch offen. „Ich sehe mich weiterhin als Spieler in der 3. Liga “, erklärte Schauerte auf Anfrage dieser Zeitung und fügte hinzu: „Wunschvereine wären für mich der 1. FC Kaiserlautern, TSV 1860 München oder der FC Ingolstadt. Genaueres wird sich aber während der laufenden Transferperiode ergeben.“ Bis dahin wird der 28-jährige Julian Schauerte seine Energien voll und ganz in die Förderung und in den weiteren Ausbau der Fußballschule „Rondo“ einbringen. „Es gibt nichts Schöneres, als wenn man an der Basis mitarbeiten und dem Fußball-Nachwuchs seine Erfahrungen mit auf den Weg geben kann. Ich erinnere mich noch gerne an die Zeit zurück, als ich hier für den FC Fleckenberg/Grafschaft in der Jugend gespielt habe. Da kommt ein echtes Gänsehautgefühl bei mir auf“, so Schauerte.

Die Fußballschule „Rondo“ hat sich ein primäres Ziel auf die Fahne geschrieben: „Verbesserung der Fähigkeiten und Stärken im Fußballsport“, oder wie es Enrico Ledda kurz und knapp formulierte: „Weg vom Zocken an der Playstation, hin zum Lernen auf dem Fußballplatz.“ Die Fußballschule wird nach Auskunft von Ledda weiter wachsen und künftig auch an anderen Standorten jungen Kickern entsprechende Möglichkeiten anbieten.

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