DFB-Pokal

Schalke fliegt gegen Bremen aus dem DFB-Pokal

Salif Sane und Benjamin Stambouli (r) von Schalke und Johannes Eggestein (m) von Bremen im Zweikampf.

Salif Sane und Benjamin Stambouli (r) von Schalke und Johannes Eggestein (m) von Bremen im Zweikampf.

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Königsblaue verlieren Heimspiel gegen Werder Bremen mit 0:2. Schalke-Trainer Stevens bleibt im Abstiegskampf viel Arbeit.

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Krisen-Klub Schalke 04 hat es im DFB-Pokal nicht unter die letzten vier Mannschaften geschafft und musste sich Liga-Konkurrent Werder Bremen 0:2 (0:0) geschlagen geben. Damit kassierte Schalke nach zwei Meisterschaftspleiten nun die dritte Niederlage gegen die Hanseaten in der laufenden Saison. Nach Rekordmeister Bayern München, RB Leipzig und Zweitligist Hamburger SV buchte Bremen am Mittwochabend als letzter Klub das Halbfinale. Am Sonntag wird im Rahmen der ARD-Sportschau die nächste Runde, die am 23. und 24. April stattfindet, ausgelost.

Schalke übt von Beginn an Druck aus

Für den neuen S04-Trainer Huub Stevens, der nach seinem Amtsantritt bisher ein 0:1 gegen RB Leipzig und ein 1:0 in Hannover einfuhr, bleibt die Erkenntnis, dass noch viel Arbeit bleibt, um die Mannschaft auf Kurs zu bringen. Dabei hatte die Partie gegen Bremen zunächst dynamisch begonnen. Gleich zu Beginn kochten die Emotionen hoch. Breel Embolo kam im Laufduell mit Bremens Torwart Jiri Pavlenka zu Fall, doch Schiedsrichter Deniz Aytekin ließ sehr zum Unmut der Schalker, die vehement Elfmeter forderten, weiterspielen (2.). Die Königsblauen übten weiter Druck aus, machten aber nach neun Minuten erstmals mit Bremens Konterstärke Bekanntschaft. Torwart Alexander Nübel war aber bei Milot Rashicas Schuss zur Stelle.

Etwas brenzlig wurde es bei der zweiten Werder-Torszene. Marco Friedls Schuss rutschte Nübel aus den Armen, doch der aufmerksame Benjamin Stambouli bereinigte die Situation mit einer Grätsche (25.). Danach wurden die Gastgeber gefährlicher. Zunächst zielte Omar Mascarell aus 18 Metern über den Bremer Kasten (26.), ehe der aufgerückte Verteidiger Salif Sané eine Flanke nur mit der Schulter erwischte. Der Ball trudelte am langen Pfosten vorbei (27.). Kurz vor dem Seitenwechsel hatten die 6000 mitgereisten Werder-Fans den Torschrei auf den Lippen, doch Johannes Eggestein zielte bei der besten Gelegenheit um wenige Zentimeter vorbei (43.).

Bremen nutzt Schalker Aufbau-Schwäche

Im zweiten Durchgang wurde die Partie intensiver und noch umkämpfter. Schalke erwischte einen guten Auftakt. Guido Burgstaller scheiterte nach 51 Minuten am Pfosten. Doch danach machten sich Sebastian Rudy & Co. das Leben immer wieder durch unnötige Ballverluste und unpräzise Abspiele schwer. Das wurde bestraft. Nach 65 Minuten nutzte Bremen die Schalker Aufbau-Schwäche gnadenlos aus. Ein schwacher Pass von Linksverteidiger Bastian Oczipka wurde von Friedl abgefangen und direkt auf Rashica weitergeleitet. Der Werder-Stürmer schoss von der Strafraumgrenze über Torwart Nübel hinweg zum Führungstor für die Hansestädter ein.

Schalkes Trainer Huub Stevens reagierte, beorderte Talent Nassim Boujellab vom Platz und brachte Mark Uth als frische Offensivkraft. Richtig zwingend wurden die Offensivbemühungen der Königsblauen nicht. Werder erwies sich dagegen als ein Musterbeispiel an Effektivität. Nach einer schönen Kombination flankte Ludwig Augustinsson den Ball präzise auf Davy Klaassen, der volley zum 2:0 für Werder ins rechte Eck abschloss. “Über Hamburg fahren wir nach Berlin”, dröhnte es aus dem Bremer Fanblock. Schalke muss den K.o. nun schnell verdauen und sich auf das Bundesliga-Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Spitzenteam Eintracht Frankfurt konzentrieren.

Das Spiel zum Nachlesen im Live-Ticker:

Schalke - Werder
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