MSV Duisburg

Lieberknecht fühlt sich beim MSV Duisburg bereits wohl

Seit über zehn Jahren ein eingespieltes Team: der neue MSV-Trainer Torsten Lieberknecht (links) mit seinem Assistenten  Darius Scholtysik..

Seit über zehn Jahren ein eingespieltes Team: der neue MSV-Trainer Torsten Lieberknecht (links) mit seinem Assistenten Darius Scholtysik..

Foto: imago/Christoph Reichwein (crei)

Duisburg.   Der neue Coach Torsten Lieberknecht lobt die Arbeitsbedingungen beim MSV. Mit Co-Trainer Darius Scholtysik bildet er ein eingespieltes Team.

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An seinen neuen Arbeitsplatz muss sich Torsten Lieberknecht noch gewöhnen. Der neue Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg fühlt sich drei Tage nach seiner ersten Einheit in Meiderich aber schon wohl. Der 45-Jährige lobte am Freitag die Infrastruktur an der Westender Straße: „Das Trainingszentrum ist bombastisch. Uns geht es hier sehr gut.“

Da der Tabellenletzte erst am Montag beim 1. FC Köln antreten muss (20.30 Uhr), hat der neue Mann etwas mehr Zeit, sich in Duisburg zu akklimatisieren, seine neue Mannschaft kennen zu lernen. Auch hier ist der erste Eindruck, den Lieberknecht gewonnen hat, positiv: „Ich habe eine hochmotivierte Mannschaft vorgefunden.“

„Ein Co-Trainer, wie man ihn sich wünscht“

Die Eingewöhnung fällt dem neuen Coach leichter, weil er auch in Duisburg seinen langjährigen Assistenten an der Seite hat. Darius Scholtysik, mit dem er in Braunschweig abgesehen von einer Unterbrechung zehn Jahre zusammen gearbeitet hat, ging den Weg nach Duisburg mit. Lieberknecht spricht von einem „offenen Vertrauensverhältnis“ und merkt schmunzelnd an: „Das ist meine zweite Ehe. ,Scholty’ ist ein Co-Trainer, wie man ihn sich wünscht.“

Neuland betritt Scholtysik nicht, immerhin spielte der 52-Jährige von 1987 bis 1990 für Bayer Uerdingen in der Bundesliga. „Ich kenne die Gegend. Aber in Krefeld hat sich nahezu alles verändert“, pflegt der gebürtige Pole keine Kontakte mehr zu den Uerdingern. Seine Trainerlaufbahn begann 2005 in der Jugendabteilung von Eintracht Braunschweig, anschließend wurde er Co-Trainer bei der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg, ehe ihn Lieberknecht nach Braunschweig zurückholte. „Ich musste ihn damals bei Felix Magath loseisen“, erinnert sich der neue MSV-Trainer. Scholtysik fühlt sich in der Rolle des Assistenten wohl. Bislang verspürte er nicht den Drang, als erster Mann an der Seitenlinie tätig zu sein.

Wiedersehen mit Vasic

In der kurzen Zeit seit seinem Amtsantritt hatte Lieberknecht noch keine Gelegenheit, den B-Jugend-Trainer der Zebras zu begrüßen. Das will Lieberknecht bald nachholen. Die beiden Fußball-Lehrer können dann über alte Zeiten plaudern. Lieberknecht war 2006 in Braunschweig Spieler unter Djuradj Vasic. Vasics Engagement bei der Eintracht dauerte nur 30 Tage, nach fünf Niederlagen und fünf Spielen war für den heutigen U-17-Coach der Zebras in Braunschweig schon wieder Schluss.

Der Serbe sorgte damals für Aufsehen, weil er dem Eintracht-Team nicht nur die Tauglichkeit für die 2. Bundesliga absprach, sondern auch sagte, dass die Spieler zu klein seien. Groll hegt Torsten Lieberknecht (Körpergröße 1,75 Meter) deswegen aber nicht. Im Gegenteil, der neue Duisburger Chefcoach lobt seinen Ex-Trainer: „Er ist ein messerscharfer Analytiker. Das war mit das Beste, was ich erlebt habe.“

Mesenhöler bleibt im Tor

Im Vorfeld des Köln-Spiels lässt sich Lieberknecht erwartungsgemäß kaum in die Karten schauen. Immerhin hat er schon verraten, dass Daniel Mesenhöler weiterhin die Nummer eins im Duisburger Tor ist und der Ex-Braunschweiger Daniel Davari weiter auf der Bank sitzen wird. Stürmer Richard Sukuta-Pasu und Defensiv-Mann Enis Hajri weisen noch Trainingsrückstand auf und sind für Köln noch kein Thema. Das gilt natürlich auch für die Langzeit-Verletzten Christian Gartner und Moritz Stoppelkamp.

Ansonsten sind, wie Lieberknecht verdeutlicht, grundsätzlich alle Spieler eine Option: „Es gibt bei mir kein A- und kein B-Team. Jeder Spieler, der hier ist, wird auch gebraucht.“

Das gilt auch für den Koreaner Young-jae Seo, mit dem Lieberknecht schon ein Gespräch führte. Das sei aufgrund seines Pfälzer Dialektes nicht ganz einfach gewesen, am Ende verständigte sich der Trainer mit dem Außenverteidiger dann doch. „Seo ist ein witziger Junge“, stellte Lieberknecht dabei fest.

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