2. Bundesliga

Irrer Vierkampf in der 2. Liga nach Fürth-Sieg gegen Kiel

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Branimir Hrgota freut sich über den Sieg von Greuther Fürth über Holstein Kiel.

Branimir Hrgota freut sich über den Sieg von Greuther Fürth über Holstein Kiel.

Foto: Getty

Fürth.  RWE-Pokalgegner Holstein Kiel hat die Tabellenführung in der 2. Bundesliga verpasst. In Fürth gab es ein 1:2. Die Liga hat einen Vierkampf.

Vier im Gleichschritt! Die SpVgg Greuther Fürth hat das Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen Holstein Kiel gewonnen und ist nun erster Verfolger von Spitzenreiter Hamburger SV. Die Franken verbesserten sich nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte dank des 2:1 (1:1)-Sieges im unterhaltsamen Montagsspiel auf den zweiten Tabellenplatz. Der HSV, die Fürther, der VfL Bochum und die Kieler sind nun mit jeweils 42 Zählern punktgleich. „Ob man Erster ist mit 42 oder Vierter mit 42 ist nicht so superwichtig“, kommentierte Kiels Fabian Reese die ungewöhnliche Konstellation.

Joshua Mees (4. Minute) brachte die Kieler, die fahrlässig mit ihren Chancen umgingen, früh in Führung. Havard Nielsen (27.) gelang mit einem Bilderbuch-Kopfball der schmeichelhafte Ausgleich. Ein zweiter Treffer von Nielsen (67.) wurde nach Videobeweis wegen Abseits nicht gegeben. Kiels Alexander Mühling (83.) traf kurz vor dem Ende ins eigene Tor und besiegelte die erste Rückrundenniederlage seiner Mannschaft.

Holstein Kiel dominiert in der ersten Halbzeit

„Ich bin stolz auf die Mannschaft“, lobte Fürths Sportdirektor Rachid Azzouzi sein dezimiertes Team. „Wir haben in der ersten Halbzeit Probleme gehabt. In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Spiel gesehen.“

Die aggressiven und sprintstarken Kieler spielten die Fürther in der ersten Hälfte ein ums andere Mal fast schon schwindelig. Den Franken war das Fehlen der drei wichtigen Mittelfeldspieler Paul Seguin und Sebastian Ernst (beide gesperrt) sowie Julian Green (positiver Corona-Test) deutlich anzusehen.

Den ersten rasanten Angriff über Fabian Reese auf der linken Seite schloss Mees gleich zur Führung ab. Die leichtfüßigen Gäste, die auf den gesperrten Routinier Fin Bartels verzichten mussten, stellten die Fürther immer wieder vor Probleme mit ihrem schnellen und direkten Spiel. Auch in der Defensive war den unsicheren Hausherren das Fehlen zweier Stammspieler (Mergim Mavraj und Paul Jaeckel) anzumerken. „Uns haben fünf wichtige Spieler gefehlt“, sagte Azzouzi.

Eigentor beschert Greuther Fürth den Sieg

Wie aus dem Nichts erzielten die Fürther aber den Ausgleich. Nielsen stieg hoch und ließ Torwart Ioannis Gelios mit seinem herrlichen Kopfball aus rund 14 Metern keine Chance. Die Kieler mussten sich zur Pause vorwerfen lassen, nicht mehr Tore geschossen zu haben. „Es kann zur Halbzeit 3:1 stehen, dann läuft das Spiel anders“, sagte Reese.

Die Mannschaft von Trainer Ole Werner gab auch nach dem Seitenwechsel zunächst den Ton an. Jae Sung Lee entwischte den Fürthern um den unsicheren Abdourahmane Barry immer wieder. Die Franken agierten nun aber mit mehr Überzeugung und näherten sich dem Holstein-Tor an. Mühling bescherte den Hausherren dann mit seinem Eigentor unfreiwillig den Sieg. (dpa)

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