Schalke 04

Huub Stevens grantelt sich durch Pokal-Interview bei der ARD

Huub Stevens.

Huub Stevens.

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Schalke hat das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bremen mit 0:2 (0:0) verloren. Trainer Stevens lässt seine schlechte Laune in einem Interview aus.

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Journalisten, die Huub Stevens (65) während seiner langen und erfolgreichen Trainerlaufbahn begleitet haben, wissen, dass Interviews mit dem Schalke-Trainer nicht immer harmonisch verlaufen. Erst recht nicht nach bitteren Niederlagen. Eine solche hat der Schalker Jahrhunderttrainer am Mittwochabend mit seiner Mannschaft einstecken müssen. Mit 0:2 (0:0) verloren die Königsblauen ihr Pokalspiel vor heimischem Publikum gegen Werder Bremen. Der Traum von Europa ist ausgeträumt. Nun zählt nur noch der Klassenerhalt in der Bundesliga. Schalke spielte gegen Werder schwach und ging verdient als Verlierer vom Platz.

Die Wut, die sich bei Stevens ob der enttäuschenden Leistung seiner Spieler angestaut hatte, bekam ARD-Reporter Jürgen Bergener zu spüren. Der S04-Trainer hatte offenbar keine Lust auf das Interview und ließ den Reporter mehrfach auflaufen. Schon zu Beginn verweigerte er diesem den Handschlag. In der Folge würdigte er seinen Gesprächspartner keines Blickes. Stattdessen starrte der Niederländer auf die leeren Zuschauerränge der Veltins-Arena. Seine schlechte Laune stand ihm ins Gesicht geschrieben.

Schalke-Trainer Stevens: "Ich weiß, woran es liegt"

Bei seinen Antworten war Stevens kurz angebunden. Es entwickelte sich ein zähes Gespräch. "Dass wir ausgeschieden sind", antwortete er auf die Frage, was ihm durch den Kopf gehe. Bergener bat den Schalke-Trainer um eine Begründung. "Weil Werder Bremen besser war", entgegnete Stevens. Den Reporter schaute er dabei nicht an.

In der Folge wurde es noch ungemütlicher. Stevens äußerte dann einen Satz, der Raum für Spekulationen lässt: "Ich kann nicht alles sagen. Ich weiß, woran es liegt." Als Bergener nachfragte, woran es denn liege, fing er sich den nächsten Konter des Schalkers ein: "Das brauche ich Ihnen doch nicht zu sagen. Das ist schade für Sie, aber Sie denken doch nicht, dass ich verrückt bin!“

Nach knapp 90 Sekunden waren Stevens und der ARD-Reporter erlöst. Doch auch auf der folgenden Pressekonferenz stellte der 65-Jährige unter Beweis, warum man ihm einst den Spitznamen "der Knurrer von Kerkrade" gab. "Du kannst fragen, aber du kriegst keine Antwort darauf", sagte er zu einem Journalisten, der ihm eine Frage gestellt hatte.

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