Amateurfußball

Gewalt unter Fußballern: Polizei greift in Gelsenkirchen ein

Rote Karte: Ein Platzverweis ist mal wieder der Grund für den Ausraster im Amateurfußball.

Rote Karte: Ein Platzverweis ist mal wieder der Grund für den Ausraster im Amateurfußball.

Foto: Socrates Tassos / Socrates Tassos/FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Gleich zweimal musste die Gelsenkirchener Polizei am Sonntag ausrücken. In Köln wurde sogar ein ganzer Spieltag von Schiedsrichtern bestreikt.

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Es vergeht kaum noch ein Wochenende, an dem die Polizei nicht zu Einsätzen rund um die Fußballplätze ausrücken muss. Am zurückliegenden Wochenende war es in Gelsenkirchen gleich zweimal wieder soweit: Weil sich bei Kreisliga-Spielen am Sonntagnachmittag Fußballer beleidigt und geschlagen hatten, mussten die Ordnungshüter zweimal ausrücken. Die Polizei erstattete Anzeige.

Zunächst brach im Stadtteil Bismarck in der Kreisliga-B-Paarung zwischen den Sportfreunden Haverkamp und den Sportfreunden Bilmke II ein Streit zwischen zwei Spielern aus. Der Konflikt artete in einer tätlichen Auseinandersetzung aus, es entstand sogar ein Tumult, der laut Polizeibericht beim Eintreffen der Beamten allerdings schon beendet war. Es wurden zwei Anzeigen entgegen genommen, das Spiel konnte aber anschließend fortgesetzt werden.

Polizei erstattet Anzeige nach Schlägerei im Spielertunnel

In der Kreisliga C sorgte bei einem Spiel von Teutonia Schalke III gegen DJK Gelsenkirchen-Süd eine Rote Karte kurz vor Spielende für eine aufgeheizte Stimmung. So kam es zwischen mehreren Spielern zu verbalen und auch tätlichen Auseinandersetzungen im Spielertunnel der Glückauf-Kampfbahn. Auch der Schiedsrichter wurde beleidigt. Wie schon bei dem anderen Spiel hatte sich die Situation allerdings entspannt, als die alarmierten Polizisten eintrafen. Die Beamten erstatteten dennoch Anzeige.

Seit Längerem beunruhigen verbale Konflikte und auch tätliche Übergriffe in den unteren Amateurligen viele Spieler. Auch die Schiedsrichter müssen sich häufig vehementen Anfeindungen zur Wehr setzen. Am zurückliegenden Sonntag hatten zahlreiche Schiedsrichter den Kölner Amateurfußball bestreikt – ähnlich, wie es bereits zuvor in Berlin der Fall gewesen war, als Tausende Partien nicht angepfiffen werden konnten. Die Unparteiischen wollten damit ein „deutliches Zeichen gegen die Gewalt und die zunehmende Verrohung“ setzen, denen sie sich immer häufiger ausgesetzt sehen. (ab/mit dpa)

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