Kommentar

Warum der DFB mit der Personalie Steffi Jones daneben lag

Steffi Jones kassierte mit den DFB-Frauen zuletzt bittere Niederlagen.

Steffi Jones kassierte mit den DFB-Frauen zuletzt bittere Niederlagen.

Essen.  Steffi Jones ist nicht mehr Trainerin der DFB-Frauen. Die Vertragsverlängerung nach dem desaströsen EM-Aus war ein Fehler. Ein Kommentar.

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Ganz genau betrachtet hat die Entscheidung, Steffi Jones zu entlassen, ja sogar sporthistorische Tragweite. Erstmals in der Geschichte des DFB trennte sich der Verband von einer Bundestrainerin. Tina Theune-Meyer – Nachfolgerin des ersten Bundestrainers Gero Bisanz – war nach neun Jahren als EM-Gewinnerin zurückgetreten, Silvia Neid hatte sich nach elf Jahren als Olympiasiegerin verabschiedet.

Nur anderthalb Jahre war Steffi Jones im Amt. Eine Zeit, in der klar wurde, dass diese Entscheidung ein beträchtlicher Fehler war. Nicht der von Steffi Jones, sondern der des Verbandes, der glaubte, sie sei die Richtige. Offenbar weil sie eine verdiente Nationalspielerin war, als Chefin des Organisationskomitees der WM 2011 im eigenen Land und als DFB-Direktorin das Gesicht des deutschen Frauenfußballs. Aber Erfahrung? Hatte sie nicht. Inhaltliche Stärke? Konnte Jones in ihrer Amtszeit kaum nachweisen. Mannschaftsführung? Wurde zu einem zusätzlichen Problem.

Zweifel begleiteten Novizin

Eine Novizin zur Bundestrainerin zu ernennen, wurde von Zweifeln begleitet. Dass Jones gar eine Vertragsverlängerung nach dem desas­trösen EM-Aus 2017 erhielt, war wohl nicht ein Zeichen des uneingeschränkten Vertrauens, sondern fehlender Einsicht. Horst Hrubesch gibt dem Verband nun Zeit. Zeit, eine überzeugende Lösung für das sportliche Erbe Silvia Neids zu finden.

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