VfL-Kommentar

VfL verschläft zum dritten Mal in Folge die Anfangsphase

Gefragt beim VfL Bochum: Kapitän Stefano Celozzi.

Gefragt beim VfL Bochum: Kapitän Stefano Celozzi.

Foto: firo

Bochum.  Der VfL Bochum ist in der 2. Bundesliga ins Mittelfeld abgerutscht. Zwei Punkte fallen als Erkenntnis besonders ins Gewicht. Ein Kommentar.

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Die Stimmung war bestens nach dem 6:0 gegen Ingolstadt. Drei Spiele später ist die in den vergangenen Jahren vorherrschende Ernüchterung zum VfL Bochum zurückgekehrt. Nur einen Punkt holte der VfL in den vergangenen neun Tagen – gegen drei Gegner auf Augenhöhe. Das entspricht nicht dem Potenzial des Teams. Es gibt fast nie nur eine Erklärung für Ergebnisse, meistens greifen mehrere Gründe ineinander. Unterzahl, Pfostenschuss, Schnatterer, um mal drei für das jüngste 2:3 in Heidenheim zu nennen. Zwei Punkte aber fallen als Erkenntnis der vergangenen vier Spiele – inklusive Ingolstadt – besonders ins Gewicht.

Drei VfL-Leistungsträger fehlten - mindestens ein Ausfall zu viel

Erstens: die Verletzungsmisere. Danilo Soares, Robbie Kruse, die gegen Dresden und Heidenheim fehlten, und Sebastian Maier, der in Heidenheim passen musste, sind mindestens ein Ausfall eines Leistungsträgers zu viel. Dafür ist der Kader in der Breite eben nicht gut genug, zumal es mit Thomas Eisfeld, Milos Pantovic und Jannik Bandowski drei Langzeitausfälle gibt; und Sidney Sam in dieser Form keine Alternative sein darf.

Timo Perthel hat nach zwei Jahren Verletzungspause kämpferisch die Englische Woche gemeistert, das verdient Respekt. Aber er kann einem Soares in der Form der ersten Wochen nicht das Wasser reichen. Ist Kruse gut drauf, sind seine Sprints in die Tiefe eine Waffe. Laufwunder Maier hat gegen Dresden gezeigt, zu was er in der Lage ist. Er hat nach seiner Verletzung gerade erst Fahrt aufgenommen, da ist der Rückschlag doppelt bitter. Für Maier. Und für den VfL.

Zweitens: die Anfangsphase. Gegen Ingolstadt zeigte der VfL in den ersten 20 Minuten Biss, Tempo, er dominierte die Zweikämpfe. In Kiel, vor allem gegen Dresden und in Heidenheim verschlief er den Start. Natürlich: Eine frühe 3:0-Führung ist eine Ausnahme. Aber warum der VfL derart lethargisch die folgenden drei Spiele begonnen hat, ist eine Frage, auf die es eine Antwort geben muss.

Gegen Bielefeld am Freitag. Und auch danach: Noch kann der ins Mittelfeld abgerutschte VfL in der engen Liga schon nach ein, zwei Siegen wieder oben anklopfen

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