VfL Bochum

VfL-Trainer Robin Dutt: "Es macht nicht viel Sinn, immer auf die Ziellinie zu schauen"

Robin Dutt.

Foto: firo

Robin Dutt.

Bochum.  Der VfL Bochum hat durch das 1:1 gegen Holstein Kiel einen Punkt geholt. Wenn man auf die Tabelle schaut, ist das eigentlich zu wenig. Eigentlich.

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Robin Dutt, Trainer VfL Bochum: In der ersten Halbzeit ging der Matchplan sehr gut auf. Wir haben das Spiel kontrolliert, hatten gute Balleroberungen und Umschaltmomente, wir haben Läufe in die Tiefe initiiert. So ist dann auch recht früh das 1:0 gefallen. Einziger Kritikpunkt war, dass wir nach der Balleroberung den einen oder anderen Ballverlust zu schnell hatten. In der zweiten Halbzeit hat sich der Charakter des Spiels verändert. Wir waren 10, 15 Meter tiefer postiert und haben es nicht geschafft, Anspielstationen vor dem Ball zu schaffen und wenn, dann oft nur eine. Der Druck von Kiel war enorm hoch, auch wenn sie nicht viele Großchancen hatten. Dann kam der Fehler, ein verlorener Zweikampf im Mittelfeld und kein gutes Umschaltspiel von uns. Kiel hat das gut genutzt. Zweimal wurde ein Schuss von uns auf der Linie klärt, mit etwas Glück hätten wir das Spiel gewinnen können. Unterm Strich aber geht das Ergebnis sicherlich in Ordnung.

Robin Dutt zur Frage, ob der VfL dem Ziel näher gekommen ist oder auf der Stelle tritt: Es macht nicht so viel Sinn, immer auf die Ziellinie zu schauen. Wir haben gegen eine Kieler Mannschaft gespielt, die in der Woche zuvor 5:0 gewonnen hat und die nicht ganz zufällig auf dem dritten Tabellenplatz steht. Die Aufgabe war es, dreifach zu punkten, einen Punkt haben wir geholt. Guckt man heute auf die Tabelle, ist das sicher zu wenig. Wenn das 0:0 gegen Nürnberg und das 1:1 gegen Kiel dazwischen garniert wird von einem Sieg in Ingolstadt, ist es aber wieder ganz in Ordnung.

Stefano Celozzi: Wir haben gut angefangen und uns früh belohnt. Wenn wir den ‘Big Ball’ machen, als Kiel auf der Linie klärt, gewinnen wir das Spiel. Aber wir haben insgesamt in der zweiten Halbzeit nicht damit weitergemacht, auf das zweite Tor zu gehen. Trotzdem hatten wir die große Chance auf das 2:0, leider ist es nicht gefallen. Kiel hatte in der zweiten Halbzeit viel mehr vom Spiel, deshalb ist es am Ende ein verdientes Ergebnis.

Stefano Celozzi zur Tabellensituation: Wir wollen generell drei Punkte holen, gerade zu Hause. Die Liga ist verdammt eng, ich weiß nicht, wie viele Punkte man benötigt, um drin zu bleiben. Wir müssen uns darauf einstellen, dass man mehr Punkte braucht als je zuvor. Wir werden auch in Sandhausen wieder versuchen zu gewinnen.

Stefano Celozzi zu seiner Auswechslung: Die Wadenmuskulatur hatte zugemacht, in der ersten Halbzeit schon. Ich habe es nochmal versucht, aber dann ging es nicht mehr.”

Anthony Losilla: “Nach einer 1:0-Führung ist es schade, wenn man das 1:1 kassiert. Wir hatten ja die Chance auf das 2:0, das ist schon bitter. Aber wir haben auch gegen einen starken Gegner gespielt, Kiel hat in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht. Da müssen wir höher verteidigen. Wir müssen den Punkt mitnehmen, die Köpfe frei bekommen und uns auf Sandhausen konzentrieren. Wir wissen, wie eng die Liga ist, wir sind mit unten drin.

Manuel Riemann: Wir wollen 40 Punkte holen, jeder Punkt zählt. Natürlich wollten wir mehr heute. Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, gegen die auch mehr drin war. In der ersten Halbzeit haben wir das gut gemacht, haben in die Tiefe gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir das nicht mehr so hinbekommen, konnten nicht für die nötige Entlastung sorgen. Wir haben aus den letzten fünf Spielen acht Punkte geholt. Ich glaube nicht, dass wir mit dieser Leistung und dieser Mannschaft absteigen.

Markus Anfang, Trainer Holstein Kiel: Es war ein sehr intensives Spiel, die super Atmosphäre hier hat etwas, besonders für uns als Aufsteiger, darauf haben wir uns gefreut. Wir sind nicht richtig gut in die Partie gekommen, hatten wenig Torabschlüsse, kriegen mit dem ersten Torschuss das 0:1. Danach hatte Bochum nochmal ein, zwei Möglichkeiten. Wir hatten zwar viel dem Ball, aber uns ist nicht viel nach vorne gelungen. In der zweiten Halbzeit haben wir sehr druckvoll gespielt, wollten unbedingt das Spiel drehen. Wir machen dann den Ausgleichstreffer. Wir hatten zwei brenzlige Situationen zu überstehen, als wir zweimal auf der Linie klären, da hatten wir etwas Glück. Insgesamt geht das Ergebnis und das Spiel so in Ordnung. Wir haben es geschafft, auswärts in Bochum zu punkten gegen eine Mannschaft, die Top-Qualität hat.

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