Spielbericht

VfL Bochum verliert trotz Überzahl 1:2 in Braunschweig

Umkämpftes Duell: Bochum-Torschütze Simon Zoller (r.) gegen Braunschweigs Nico Klaß.

Umkämpftes Duell: Bochum-Torschütze Simon Zoller (r.) gegen Braunschweigs Nico Klaß.

Foto: dpa

Braunschweig.  Der VfL Bochum kann die Überzahl bei Eintracht Braunschweig nicht nutzen und verliert am Ende mit 1:2. Rot für Ex-Bochumer Dornebusch.

Der VfL Bochum ist nicht gut aus der Länderspielpause gekommen. Bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig verlor das Team von Trainer Thomas Reis mit 1:2 (1:1) – nach einer halben Stunde in Überzahl. Am vierten Spieltag gab es die erste Niederlage für die Bochumer.

Bochum start gegen Braunschweig mit kompakter Aufstellung

Reis setzte dabei fast komplett auf die in den ersten drei Spielen startende Formation. Für Milos Psantovic rückte Danny Blum auf den linken Flügel, ansonsten beließ er es bei den gleichen Spielern. Mit der gewohnten Viererkette sowie Anthony Losilla, Robert Tesche und Robert Zulj im Mittelfeld standen die Bochumer auch gegen Braunschweig kompakt. Das Team ist aber im 4-2-3-1-System gefährlich nach vorne zu spielen.

Der VfL Bochum geht früh in den Verwaltungsmodus

Zumeist ist Zulj dann der Mann für den letzten Pass, der Gefahr vor dem gegnerischen Tor herauf beschwört. Ein Blick von ihm reichte früh im Spiel für einen herausragenden Moment und das frühe 1:0 für Bochum. Ein punktgenauer Pass auf Simon Zoller, schon konnte der seinen linken Bizeps präsentieren. So feiert er seine Tore. Das Zoller dabei Felix Dornebusch, den Braunschweiger Torwart und ehemaligen VfL-Akteur tunnelte, machte das Tor noch schicker. Es war sein bereits drittes Saisontor.

Der VfL ging dann allerdings in den Verwaltungsmodus, machte nicht zwingend weniger, aber eben auch nicht mehr. Braunschweig brauchte genau eine Chance zum Ausgleich. Angreifer Fabio Kaufmann hatte im Strafraum für einen Moment keinen Gegenspieler, das reichte ihm zum Abschluss mit links. Nach 23 Minuten stand es 1:1. Die Braunschweiger waren wach.

Sie machten nun mehr, entwickelten so etwas wie Druck gegen das Bochumer Tor. Und so ist es dann, wenn Zuschauer dabei sind, 3815 waren es in Braunschweig. Sie wurden lauter auf den Rängen, dadurch wurde es hektischer auf dem Feld. Zumindest für eine kurze Phase. Danach hatten die Bochumer die Partie wieder mehr im Griff, kamen zu einigen Ecken und guten Angriffen. Sie spielten deutlich gefälliger als der Aufsteiger.

Der spielte in den Augen seines Trainers Daniel Meyer allerdings auch zu oft hinten herum, statt direkter den Weg nach vorne zu suchen. Immer wieder ärgerte sich Meyer laut und gestenreich, wenn ein Spieler der Braunschweiger Viererkette zu Torwart Dornebusch spielte.

Dabei hatten die Braunschweiger mit Martin Kobylanski und Felix Kroos zwei eher offensiv denkende Mittelfeldspieler aufgeboten.

Harte Entscheidung gegen Braunschweig, faire Geste von Bochum

Richtig Bewegung kam nach einer Stunde Spielzeit in die 22 Akteure auf dem Platz. Sie trafen sich zur Rudelbildung vor dem Braunschweiger Strafraum. Dornebusch hatte aus dem Strafraum eilen müssen, um gegen Ganvoula zu klären. Ganvoula aber war einen Moment eher am Ball, versuchte ihn über Dornebusch zu lupfen. Der bekam den Ball an die Hand, sah dafür die Rote Karte. Vergeblich versuchten Braunschweiger und Bochumer Schiedsrichter Christof davon zu überzeugen, dass die Entscheidung zu hart sei. Dornebusch musste auch nach Blick des Video-Schiedsrichters auf die Szene runter. Den Freistoß aber spielten die Bochumer zu Jasmin Fejzic. Er war für Dornebusch ins Tor gekommen.

Im Blickpunkt stand in den Minuten danach allerdings der Bochumer Torwart Manuel Riemann. Erst konnte er nach einem frechen Freistoß von knapp hinter der Mittellinie gerade noch retten, dann war er nach der nachfolgenden Ecke chancenlos. Nick Proschwitz traf per Kopf zum 2:1 für Braunschweig (67.).

Reis wechselte zwangsläufig offensiv. Er löste die Viererkette auf, brachte mit Soma Novothny einen zweiten Stürmer für Innenverteidiger Vasileios Lampropoulos und Gerrit Holtmann für Blum. 20 Minuten bleiben da den Bochumern noch für ein besseres Ergebnis. Als dann Milos Pantovic für Zoller, und Thomas Eisfeld für Blum kamen, waren es noch zehn Minuten. Auch in denen hatten die Braunschweiger die besseren Möglichkeiten. Vor allem aber verteidigten sie deutlich intensiver, als die Bochumer versuchten vor das gegnerische Tor zu kommen.

Die beste Möglichkeit hatte Novothny nach einem Eisfeld-Pass. Er scheiterte an Fejzic.

So starteten sie:

  • Braunschweig: Dornebusch - Wiebe, Wydra, Ziegele, Klaß, - Kroos, Nikolaou, Ben Balla - Kobylanski - Kaufmann, Proschwitz. - Trainer: Meyer
  • Bochum: Riemann - Gamboa, Lampropoulos, Leitsch, Soares - Losilla, Tesche - Zoller, Zulj, Blum - Ganvoula. - Trainer: Reis
  • Schiedsrichter: Christof Günsch (Berlin)
  • Zuschauer: 4650

Die Live-Ticker zum Nachlesen:

Braunschweig - Bochum
Fürth - Hamburg
Karlsruhe - Sandhausen
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