VfL-Kader

VfL Bochum verlängert mit Kapitän Anthony Losilla bis 2021

Arbeitshaltung: Anthony Losilla beim 3:1 am Montag gegen Nürnberg.

Arbeitshaltung: Anthony Losilla beim 3:1 am Montag gegen Nürnberg.

Foto: Christof Koepsel / Bongarts/Getty Images

Bochum.  Der Dauerläufer läuft noch etwas länger für den VfL. Der Zweitligist hat am Mittwoch den Vertrag mit Anthony Losilla bis 2021 verlängert.

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Es gibt sie noch, die guten Nachrichten beim VfL Bochum. Das 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg war am Montagabend eine sehr wichtige. Es war der erste Heimsieg der laufenden Saison und der erst zweite überhaupt. Wenige Stunden vor dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli gibt es gleich die nächste frohe Kunde. Der VfL verlängerte am Mittwoch den noch laufenden Vertrag mit Spielführer Anthony Losilla bis zum 30. Juni 2021. Der Dauerläufer läuft noch mindestens eine Saison länger an der Castroper Straße.

Zuletzt nach dem DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern München kursierte noch ein Bild im Internet. Es sollte deutlich machen, was Losilla schon immer und immer noch auszeichnet. Es zeigte das Ruhrstadion von oben als Heatmap. Die komplette Rasenfläche war hitzig rot dargestellt. Dazu gab es den Hinweis, dass Losilla wohl noch immer über den Rasen des Ruhrstadions laufen würde.

12,18 Kilometer pro Spiel

Seit 2014 ist Losilla beim VfL. Er wechselte von Dynamo Dresden nach Bochum. 181 Pflichtspiele hat er seitdem für den VfL absolviert, dabei sieben Tore erzielt, 16 vorbereitet. Als laufstarker defensiver Mittelfeldspieler ist er nicht aus dem Team wegzudenken. Aktuell ist er der Zweitligaspieler, der pro Spiel die meisten Kilometer läuft. 146,18 Kilometer hat er in zwölf Spielen abgespult. Das sind im Schnitt 12,18 Kilometer. Der Zweitplazierte Philipp Förster vom VfB Stuttgart bringt es derzeit auf 12,1 Kilometer pro Spiel.

Zusammen mit Simon Lorenz und Manuel Riemann ist Losilla zudem nur einer von drei VfL-Spielern, die in dieser Spielzeit jede Minute, also 1080 Minuten in bislang zwölf Spielen, auf dem Platz standen.

Musterprofi und Vorbild

„Anthony Losilla ist ein Musterprofi, ein Spieler, der sich immer in den Dienst der Mannschaft und des Vereins stellt“, lässt sich Sebastian Schindzielorz, VfL-Geschäftsführer Sport, zur Vertragsverlängerung in der Pressemitteilung des Vereins zitieren. „Er ist ein Vorbild für unsere jungen Spieler und ein Idol für unsere Fans. Als Führungsspieler weiß er, was hundertprozentige Einsatzbereitschaft bedeutet und lebt diese auch vor. Toto geht voran, auch in schwierigen Zeiten wie diesen. Wir sind froh, dass er sich dazu entschieden hat, ein weiteres Jahr beim VfL zu bleiben.“

Auch Anthony Losilla sei froh darüber, heißt es in der Mitteilung, dass die Einigung über eine Vertragsverlängerung schon zu einem so frühen Zeitpunkt erfolgt sei. „Der VfL und Bochum sind mir und meiner Familie ans Herz gewachsen, das Ruhrstadion ist eine Art zweites Zuhause für mich. Ich bin davon überzeugt, dass wir es schaffen werden, die Fans so wie am vergangenen Montag mit erfolgreichem Fußball glücklich zu machen. Nicht nur jetzt, sondern auch in der kommenden Saison. Dabei will ich aktiv mithelfen.“

Das mit dem vielen Laufen macht Losilla nach eigener Aussage eigentlich schon immer. „Auch schon in der Jugend in Frankreich“, sagte er am Mittwoch nach der Nachmittags-Trainingseinheit. „Verschiedene Spieler haben verschiedene Qualitäten. Einige sind schnell, ich laufe halt gerne und viel.“

Anhaltender Abstiegskampf

Sein Einsatzwille und seine Laufbereitschaft werden aktuell mehr denn je benötigt. Beim VfL wissen sie längst, dass der Abstiegskampf das Team noch lange begleiten wird. Sehr wahrscheinlich sogar bis zum Saisonende. In der Vorsaison belegte der SV Sandhausen punktgleich mit dem 1. FC Magdeburg nach dem zwölften Spieltag den Relegationsplatz, so wie aktuell der VfL. Sandhausen hatte am Ende gerade einmal drei Punkte Vorsprung vor Ingolstadt, das in die Relegation musste und dann doch abstieg.

In der Spielzeit 2017/2018 hieß der Verein auf dem Relegationsplatz mit elf Punkten 1. FC Heidenheim. In der Abschlusstabelle belegte Heidenheim Platz 13, hatte nur drei Punkte Vorsprung vor dem ersten Absteiger Braunschweig und nur zwei vor dem Relegationsplatz, auf dem sich Erzgebirge Aue einfand.

Und noch eine Saison davor lag Aue mit zehn Punkten am zwölften Spieltag auf Platz 16. Am 34. Spieltag lag Aue auf Platz 14, hatte aber ebenso nur drei Punkte Vorsprung auf den TSV 1860 München auf dem Relegationsplatz.

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