VfL - Heimspiel

VfL Bochum schafft gegen Aue ersten Zu-Null-Sieg

Freudenberg: Tore können auch weh tun. Anthony Losilla (M.) musste einiges ertragen

Freudenberg: Tore können auch weh tun. Anthony Losilla (M.) musste einiges ertragen

Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool

Bochum.  Der Vierte spielte beim 15., Aue beim VfL Bochum. Der VfL hätte höher gewinnen können. Ärgerlich endete das Spiel nur für einen VfL-Akteur.

Wie eine Tabelle doch täuschen kann. Als 15. der 2. Bundesliga erwartete der VfL Bochum den Vierten, Erzgebirge Aue. Am Ende des Tages blieb der VfL beim 2:0 (0:0)-Sieg das erste Mal ohne Gegentor, damit in den Heimspielen weiter ungeschlagen und kletterte in der Tabelle etwas nach oben. Selten allerdings hatte in dieser Spielzeit ein Gegner dem VfL so das Spiel überlassen.

Aue präsentierte sich nicht wie ein Team aus den oberen Regionen aus der Tabelle und der VfL nicht wie ein Team, das den Abstieg fürchten muss. VfL-Trainer Thomas Reis war das komplett egal. „Der Sieg war verdient“, sagte er. „Endlich haben wir auch mal zu Null gespielt. Jetzt können wir kurz durchatmen, dann geht es weiter.“ Nächster Gegner ist Greuther Fürth. Das ist ein Team aus dem Mittelfeld der Liga, das dadurch auffällt, dass bei seinen Spielen wenig Tore fallen. Anders als bei denen des VfL. Wobei es nach dem 1:1 gegen Osnabrück diesmal erneut nur zwei waren. Die aber beide für den VfL. Bei etwas besserer Konterqualität hätte der Sieg auch höher ausfallen können.

Aue teilweise mit Fünferkette

Über weite Strecken des ersten Durchgangs spielte sich die Partie in der Auer Hälfte ab. Das Team von Trainer Dirk Schuster machte wenig für das Spiel, kam nicht ins Spiel. Die Bochumer stellten Räume und Spieler zu und zwangen Schuster früh zu Umstellungen. „Damit wollten wir etwas Ruhe und Ordnung in unser Spiel bekommen“, sagte Schuster. Er ließ sei Team zwischenzeitlich mit einer Fünferkette agieren, davor mit einer Viererkette oder wechselweise mit zwei Viererketten. Die vielen Tore, die die Bochumer in dieser Spielzeit im Ruhrstadion erzielt hatten, hatten ihn und sein Team vorsichtig werden lassen. Oder anders: Aue spielt auswärts einfach eine Ecke schlechter als daheim. Den deutlich höheren Ballbesitzanteil und die besseren Möglichkeiten hatte dadurch fast zwangsläufig der VfL. Auch wenn das Spiel selber zu gestalten noch nicht zu den stärksten Eigenschaften des VfL gehört.

Silvere Ganvoula scheiterte nach fünf Minuten von der Strafraumgrenze an Aues Torwart Martin Männel. Danny Blum nach einer halben Stunde mit einem Freistoß ebenfalls von der Strafraumgrenze an der Latte. Viel mehr Möglichkeiten hatte der VfL dann auch nicht. Auf der Gegenseite musste dafür Manuel Riemann nicht einmal richtig zupacken. Aue blieb harmlos. Im ersten und auch im zweiten Abschnitt und auch lange Zeit nach dem 0:1-Rückstand. Erst ab 70. Minute investierte Aue mehr. Chancen gab es dennoch kaum.

Das hatte aber recht wenig mit der kleinen Überraschung die VfL-Trainer Thomas Reis bei der Aufstellung für das Spiel parat hatte. Er wechselte im Vergleich zum Spiel gegen den VfL Osnabrück auf drei Positionen. Ein Wechsel war so nicht unbedingt zu erwarten. Dass Cristian Gamboa und Danilo Soares für Jordi Osei-Tutu und Stefano Celozzi ins Team rücken würden war zu erwarten. Das hatte sich im Verlauf der Trainingswoche abgezeichnet. Soares war ja ohnehin nur aus dem Team gefallen, weil er sich im Spiel gegen St. Pauli die fünfte Gelbe Karte abgeholt hatte und gesperrt war.

Soares und Gamboa stabilisierten die Defensive, setzten auch nach vorne Akzente. In Summe aber blieb Aue zu harmlos und war an diesem Tag ein dankbarer Gegner für den VfL Bochum.

Aue bleibt komplett harmlos

Bei dem hatte, das war die kleine Startaufstellungsüberraschung, statt Simon Zoller Milos Pantovic auf der rechten Seite angefangen. „Er hat sich den Einsatz durch das Training verdient“, sagte Reis dazu und bewies damit eine gute Hand. Pantovic war es, der das 1:0 vorbereitete. Nach einem abgefälschten Ball von Saulo Decarli reagierte er gedankenschnell und bediente Anthony Losilla, der in der Mitte mächtig Platz hatte und ihn zu nutzen wusste. Das 1:0 nach knapp einer Stunde Spielzeit entsprach dem Spielverlauf.

Der Sieg geriet kaum in Gefahr, weil Aue nach vorne zu harmlos blieb und schließlich selber mithalf besiegt zu werden. Erst sah Aues Marko Mihojevic nach wiederholtem Foulspiel in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte. Dann bugsierte Aues Verteidiger Louis Samson eine Hereingabe des für Pantovic eingewechselten Zoller zum 2:0 über die Linie.

Ärgerlich aber irgendwann sowieso nicht mehr zu verhindern war die fünfte Gelbe Karte für Losilla. Damit fehlt er gegen Fürth.

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