2. Liga

VfL Bochum: Mit Riemann, aber ohne Zoller zum HSV-Hit

War unzufrieden mit der Defensivarbeit seiner Vorderleute: Manuel Riemann

War unzufrieden mit der Defensivarbeit seiner Vorderleute: Manuel Riemann

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto

Bochum.  Ohne Simon Zoller ist der VfL Bochum zum Zweitliga-Spiel beim Hamburger SV gefahren. Ex-VfL-Verteidiger Hoogland folgt Kruse nach Australien.

Zwei erfahrene Trainer, zwei Traditionsklubs, ein volles Stadion: „Hamburg ist natürlich gefühlt ein Erstliga-Standort“, sagt Bochums Coach Robin Dutt vor dem Zweitliga-Spiel seines VfL beim Team von seinem Kollegen Dieter Hecking an diesem Freitag (18.30 Uhr/live bei Sky). Natürlich erwartet er von seinen Profis stets die hundertprozentige Leidenschaft, aber Dutt weiß auch um die Emotionalität solcher Begegnungen. „Für solche Spiele spielst du Fußball.“

Lorenz könnte auf der rechten defensiven Außenbahn beginnen

Im Idealfall: einen erfolgreichen Fußball. Nichts anderes jedenfalls erhofft sich Robin Dutt von seinem im Vergleich zur Vorsaison stark verjüngten Team. Wer dabei die schnellen Hamburger Sonny Kittel und Bakery Jatta, wer Torjäger Lukas Hinterseer an die Kette legen soll, ließ der Coach offen. Von taktischen Änderungen war häufiger die Rede in dieser Woche, womöglich vertraut Robin Dutt Simon Lorenz auf der rechten defensiven Außenbahn, mit dem erfahrenen Chung-Yong Lee davor. Saulo Decarli und Armel Bella-Kotchap könnten die Innenverteidigung bilden, links ist Danilo Soares’ Einsatz sicher.

Im Zentrum gibt es keinen Anlass zu Spekulationen: Vitaly Janelt und Anthony Losilla sollen für mehr defensive Ordnung und Struktur sorgen. Für die von Dutt angepeilten offensiven Akzente dürften zuvorderst Sebastian Maier und Silvere Ganvoula zuständig sein, flankiert von Tom Weilandt, Danny Blum oder Milos Pantovic. Simon Zoller jedenfalls fällt aus, der Stürmer ist frühestens kommende Woche Samstag beim Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden wieder eine Option. Einem Einsatz von Torwart Manuel Riemann, der am Mittwoch vorsichtshalber pausiert hatte, steht indes nichts im Weg.

1550 VfL-Anhänger haben sich bereits Karten gesichert

1550 VfL-Anhänger haben sich Karten gesichert, ein paar Sitzplatzkarten für Bochumer gibt es auch noch an der Tageskasse. Die von den Verantwortlichen gern und viel gelobten Fans waren in dieser Saison schon in Regensburg und Baunatal zahlreich vertreten - und wurden enttäuscht, auch wenn im Pokal Silvere Ganvoula mit seinen drei Treffern zum 3:2-Sieg für ein versöhnliches Ende sorgte. Die Schwäche der Vorsaison aber, die der VfL in der Auswärtstabelle mit nur 14 Punkten in der Fremde auf dem letzten Platz abschloss, setzt sich auch 2019/20 bisher nahtlos fort.

In Hamburg soll die Wende zum Besseren gelingen, soll Bochum die Balance finden zwischen Torgefahr, Kompaktheit, Stabilität. Für letztere stand als Abwehrchef lange Zeit auch Tim Hoogland, ehe der 34-Jährige nach einer schwächeren Rückrunde 2018/19 sportlich aussortiert wurde. In der vergangenen Woche einigte sich Hoogland mit dem VfL auf eine Vertragsauflösung, jetzt hat er einen neuen Verein gefunden: Der Routinier wechselt zum australischen Erstligisten Melbourne Victory. Damit spielt Hoogland unter Trainer Marco Kurz wieder in einem Team mit Australiens Nationalstürmer Robbie Kruse, der nach seinem Vertragsende beim VfL ebenfalls in Melbourne anheuerte.

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