VfL Bochum

VfL-Statistiken: Bochum konnte neun Mal das Spiel drehen

Der „dreifache“ Lukas Hinterseer jubelt mit Robert Tesche und Robbie Kruse: Der VfL hat in Sandhausen das Spiel gedreht.

Foto: Oliver Zimmermann

Der „dreifache“ Lukas Hinterseer jubelt mit Robert Tesche und Robbie Kruse: Der VfL hat in Sandhausen das Spiel gedreht.

Ein Blick zurück anhand der Zahlen, die belegen: Die Mentalität hat gestimmt beim VfL Bochum in der vergangenen Saison. Doch mehr fiel auf:

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Glimpflich ist sie ausgegangen, die Zweitliga-Saison für den VfL Bochum. Vier Trainer, ein Interimstrainer und zwei Sportvorstände waren nötig, um doch noch die Kurve zu bekommen. Anlass genug, noch einmal zurückzuschauen, nicht chronologisch, sondern in Zahlen gefasst.

1 Spiel bestritt der VfL unter der Regie von Heiko Butscher. Der Ex-Profi und Assistenz-Trainer sprang in die Bresche, als der Klub sich von Jens Rasiejewski getrennt hatte und noch kein Nachfolger gefunden worden war. Trotz eher mäßiger Leistung gelang den Bochumern unter Butscher nach einem 0:1-Rückstand ein wichtiger 2:1-Sieg gegen Darmstadt 98 und vor allem ein Stimmungsumschwung bei den Fans auf den Tribünen.

2 Siege in Hin- und Rückspiel gelangen dem VfL Bochum in der vergangenen Spielzeit gegen drei Klubs. Sowohl der FC Ingolstadt als auch Darmstadt 98 und der SV Sandhausen bekamen keinen Stich gegen die Bochumer, die allerdings gegen zwei andere Klubs komplett den Kürzeren zogen. Arminia Bielefeld und der FC St. Pauli holten sich vom VfL alle sechs zu vergebenden Punkte.

4 Niederlagen in Folge besiegelten im Februar 2018 das Aus für Jens Rasiejewski, den ehemaligen U19-Trainer, der im Oktober 2017 Ismail Atalan als Cheftrainer bei den Bochumer Profis abgelöst hatte. Nach 13 Zweitliga-Spielen, in denen der VfL 13 Punkte holen konnte, war Schluss für Rasiejewski, dessen Vertrag kurz vor der Trennung noch bis zum Sommer 2019 verlängert worden war.

8 Mal blieb die Weste der VfL-Torhüter rein, spielte die Mannschaft zu Null. Gleich zweimal gelang das gegen den FC Ingolstadt, gegen den der VfL mit 2:0 und 1:0 gewann. Die im letzten Saisondrittel aufpolierte Heimbilanz weist acht Siege aus, fünf Unentschieden und vier Niederlagen.

9 Mal machte die Bochumer Mannschaft einen Rückstand wett, das ist ein Spitzenwert in der 2. Bundesliga. Achtmal lag das Team mit 0:1 zurück, einmal - in Sandhausen - mit 0:2. Heraus sprangen am Ende dabei nicht weniger als 19 Punkte. Ebenfalls Spitze: die neun Spiele ohne Niederlage unter der Regie von Robin Dutt. 21 Punkte holten die Bochumer in der erfolgreichsten Phase der abgelaufenen Saison.

14 Tore konnte VfL-Angreifer Lukas Hinterseer in der Zweitliga-Saison erzielen und hat damit so oft getroffen wie nie zuvor. Der Bestwert für den 27-Jährigen beim FC Ingolstadt lag in der Aufstiegssaison bei neun Treffern. 13 Mal erfolgreich war er zuvor in Österreich gewesen. Ganz wichtig für den VfL war Hinterseers Dreierpack in Sandhausen, wo der VfL nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewinnen konnte und mit diesem Auswärtserfolg am 27. Spieltag endlich sicheren Boden unter den Füßen bekam.

27 Spieler trugen in der abgelaufenen Spielzeit mindestens einmal das Trikot des VfL Bochum. Alexander Merkel und Peniel Mlapa starteten zwar noch mit dem Team in die Saison, wechselten aber noch in der Sommer-Transferperiode den Arbeitgeber. Mlapa heuerte bei Dynamo Dresden an, wo er nicht immer dem Kader angehörte, Merkel ging zu Admira Wacker Mödling in Österreich, wo er es auf 15 Einsätze brachte. Ihnen folgten im Winter Felix Bastians (China) und Dimitrios Diamantakos, der anschließend lange mit dem FC St. Pauli gegen den drohenden Abstieg kämpfte.

31 Mal im Liga-Einsatz waren zwei Bochumer Spieler. Anthony Losilla und Lukas Hinterseer waren damit die Dauerbrenner an der Castroper Straße, die lediglich in drei Punktepartien fehlten. Hinterseer hatte nur unter Jens Rasiejewski, der ihn nicht favorisierte, einen kurzen Durchhänger und blühte anschließend unter Robin Dutts Führung regelrecht auf. Routinier Losilla war einer der Unverzichtbaren im Bochumer Team. Der Franzose spielte in der Innenverteidigung so souverän wie ein paar Meter weiter vorne im defensiven Mittelfeld.

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