VfL Bochum

Decarli kommt zum VfL Bochum - Weitere Spieler sollen kommen

Saulo Decarli wechselt zum VfL Bochum, zur Freude von VfL-Geschäftsführer Sport Sebastian Schindzielorz.

Saulo Decarli wechselt zum VfL Bochum, zur Freude von VfL-Geschäftsführer Sport Sebastian Schindzielorz.

Foto: VfL Bochum

Bochum.   Mit Brügge wurde er Meister und Supercupsieger in Belgien. In der kommenden Saison spielt Innenverteidiger Saulo Decarli (27) für den VfL Bochum.

Der VfL Bochum hat seinen dritten externen Neuzugang präsentiert. Saulo Decarli kommt vom belgischen Spitzenklub FC Brügge. Der 27-jährige Schweizer soll der neue starke Mann in der Innenverteidigung werden.

Decarli unterschrieb einen Dreijahres-Vertrag bis zum Sommer 2022 und erhält die Rückennummer 5. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten die Vereine Stillschweigen. Die Transfersumme für den Verteidiger, dessen Kontrakt in Brügge noch ein Jahr lang bis Sommer 2020 galt, dürfte im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich liegen.

Meister und Superpokal-Sieger mit dem FC Brügge

In Brügge konnte sich Decarli nicht entscheidend durchsetzen. In der vergangenen Saison, als Brügge mit Decarli in der Startelf belgischer Superpokalsieger wurde, kam er auf sieben Einsätze in der ersten belgischen Liga, zudem brachte er es auf einen Kurzeinsatz in der Champions League. Im Jahr zuvor, als er mit Brügge belgischer Meister wurde, waren es zehn Einsätze - zu wenig für eine größere Perspektive.

Zuvor spielte er drei Jahre lang beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig – mit Erfolg. Bei den Niedersachsen war er seit der Rückrunde 2014/15 absolute Stammkraft, lediglich zwei Rote Karten stören die ansonsten einwandfreie Bilanz. Mit Braunschweig wurde Decarli in der Saison 2016/17 Dritter der 2. Liga, scheiterte in der Relegation um den Bundesliga-Aufstieg am VfL Wolfsburg, ehe er nach Brügge weiterzog. Insgesamt kam der ehemalige Schweizer U21-Nationalspieler in Braunschweig auf 80 Pflichtspiele, in denen der 1,88 Meter große Verteidiger drei Tore erzielte und drei Treffer vorbereitete. Weitere Stationen des in Locarno geborenen, robusten Profis waren zuvor unter anderem der AS Livorno (Italien) und der FC Chiasso (Schweiz).

Schindzielorz lobt die Zweikampf- und Kopfballstärke des Neuzugangs

„Saulo Decarli kennt die Zweite Bundesliga und ihre Anforderungen. Darüber hinaus hat er im Laufe seiner Karriere in verschiedenen internationalen Ligen Erfahrungen gesammelt. Wir freuen uns, dass er sich für den VfL entschieden hat. Saulo Decarli ist ein erfahrener Innenverteidiger, der sich durch seine Zweikampf- und Kopfballstärke auszeichnet“, sagt Sebastian Schindzielorz, der VfL-Geschäftsführer Sport. „Wir sind fest davon überzeugt, dass er uns in der neuen Saison weiterhelfen wird.“ Decarli ist „glücklich, dass es geklappt hat und ich jetzt hier beim VfL bin“, zitiert ihn der Verein in seiner Pressemitteilung.

Der dritte externe Neuzugang

Decarli ist der dritte externe Neuzugang des VfL in dieser Transferperiode nach Offensivkraft Danny Blum (Eintracht Frankfurt) und Torwart Patrick Drewes (Würzburger Kickers). Er passt genau ins Anforderungsprofil: Er ist erfahren genug, im besten Fußball-Alter, stabil und robust und soll die Jungen neben ihm führen. Denn mit Routinier Tim Hoogland plant der VfL nicht mehr, Patrick Fabian übernimmt eine Doppelrolle als Spieler und Assistent von Geschäftsführer Schindzielorz. Die weiteren Innenverteidiger des VfL sind allesamt jung: Simon Lorenz (22), Dominik Baumgartner (22), Maxim Leitsch (21), Maxwell Gyamfi (19) und Armel Bella-Kotchap (17) konkurrieren wohl, wenn alles normal läuft, um den Platz neben dem Neuzugang aus Brügge.

Mindestens zwei Neue sollen nun noch kommen, möglichst bis zum Trainingsauftakt am 25. Juni: Ein Rechtsverteidiger und ein Stürmer stehen ganz oben auf der Prioritätenliste.

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