VfL Bochum

VfL Bochum gewinnt Test gegen den KFC Uerdingen mit 4:2

Chung-Yong Lee (r.) spielte gegen den KFC Uerdingen doch länger als zunächst geplant für den VfL Bochum.

Chung-Yong Lee (r.) spielte gegen den KFC Uerdingen doch länger als zunächst geplant für den VfL Bochum.

Foto: Guido Kirchner / dpa

Bochum.  Das war ein gelungener Test für den VfL Bochum. Mit 4:2 setzte sich das Team gegen Uerdingen durch. Es gab aber auch eine schlechte Nachricht.

Bisweilen würden Fußballer gerne Anleihen bei den Handballern machen. Die Möglichkeit der Handballer, so oft Spieler ein- und auszuwechseln wie man möchte, beschäftigt die Fußballer schon länger. Nach dem 4:2 (2:2) im Testspiel gegen den Drittligisten KFC Uerdingen, würde auch Trainer Thomas Reis vom VfL Bochum gerne zukünftig die Möglichkeiten eines Handball-Trainers haben. „Es wäre schon klasse, wenn man einen Freistoßschützen bringen könnte.“ Thomas Eisfeld hatte sich mit einem direkt verwandelten Freistoß und einer Tor-Vorarbeit mit einem weiteren Freistoß für diese Rolle beworben.

Er sorgte mit seinen Aktionen für die unterhaltsamen Momente in diesem Testspiel. Am ärgerlichsten, schmerzhaftesten Moment war auch ein Bochumer beteiligt. Stürmer Uli Bapoh verletzte sich am Knie und wird voraussichtlich mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison ausfallen.

Eisfeld und Weilandt überzeugen

Eisfeld aber konnte sich für weitere Einsätze empfehlen. Er war neben Tom Weilandt auffälligster Bochumer gegen Uerdingen. Sehenswert Eisfelds Freistoß aus etwas mehr als 20 Metern mit rechts links oben in den Winkel zum 2:2 kurz vor der Halbzeit. Dabei sah Uerdingens Torwart Lukas Königshofer aber auch nicht sonderlich gut aus. Den zweiten Eisfeld-Freistoß aus ähnlicher Position lenkte er nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit noch an den Pfosten. Von da aber sprang der Ball direkt zu Weilandt.

Weilandt machte da das 3:2. Es war sein zweites Tor. Das 1:0 hatte er nach einer Viertelstunde mit einem Elfmeter erzielt. Einem Uerdinger war der Ball nach einer Flanke von Chung-Yong Lee auf den Arm gefallen. Das 4:2 schließlich erzielte wieder Eisfeld. Das Tor gehörte allerdings eher Jordi Osei-Tutu. Der junge Engländer war über den halben Platz gesprintet, hatte dabei mehrere Gegenspieler abgeschüttelt, wäre aber an Königshofer gescheitert, der seinen Ball parierte – allerdings nicht endgültig, so dass Eisfeld nur noch einschieben musste. Trainer Reis sah es mit Vergnügen: „Jordi hat da gezeigt, was er für Möglichkeiten hat, auch mit seinem Tempo. Ich hätte die Situation, aus der dann das Tor resultierte, früher als Spieler nicht so lösen können. So einen Antritt hatte ich nicht.“

Nachwuchskräfte mit Steigerungspotenzial

Lee, Weilandt, Eisfeld und Osei-Tutu waren die vier Akteure, die die Gelegenheit, mal mehr zu spielen und sich zu zeigen am besten nutzten. Während Görkem Saglam mit einer Verletzung fehlte, wusste auch Routinier Stefano Celozzi mit abgeklärter Spielweise in Durchgang eins zu gefallen. Im zweiten Abschnitt ging er raus. Für ihn kam Milos Pantovic und Osei-Tutu rückte nach rechts hinten.

Robert Tesche im Mittelfeld und auch Armel Bella-Kotchap in der Innenverteidigung hatten ihre guten Momente. Deutlich mehr Mühe auch gegen einen Drittligisten souverän zu agieren und Akzente zu setzen hatten dagegen die Nachwuchskräfte Jan Wellers, Maxwell Gyamfi und später Moritz Römling.

Reis war dennoch zufrieden. Abgesehen natürlich von der Verletzung von Uli Bapoh und einigen Stellungsfehlern. „Ärgerlich, dass wir die Gegentore nach Standards bekommen. Das müssen wir besser verteidigen.“

VfL Bochum: Drewes – Celozzi (46. Pantovic), Gyamfi (70. Decarli), Bella-Kotchap, Wellers (46. Römling) – Tesche, Eisfeld – Weilandt, Bapoh (60. Losilla), Lee

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