Analyse

So motivierte VfL-Interimstrainer Butscher seine Mannschaft

Zufrieden mit seiner Mannschaft: Bochums Interimstrainer Heiko Butscher.

Foto: firo

Zufrieden mit seiner Mannschaft: Bochums Interimstrainer Heiko Butscher. Foto: firo

Bochum.  Der VfL Bochum hat gegen Darmstadt 98 mit 2:1 gewonnen. Interimstrainer Heiko Butscher hatte einen entscheidenden Anteil daran.

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Heiko Butscher konnte nicht anders. Wild gestikulierend, die Augen und den Mund weit aufgerissen. So feierte der Bochumer Interimstrainer den VfL-Sieg im Abstiegsgipfel gegen die Lilien. Nach vier Pleiten in Serie und ohne einen eigenen Treffer im Pflichtspieljahr 2018 hat der VfL Bochum den erhofften Befreiungsschlag geschafft. Butscher hat in seiner kurzen Amtszeit nicht viel über Taktik gesprochen, sondern auf Emotionen gesetzt.

„Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie hat einen sehr guten Charakter gezeigt. Wir freuen uns riesig über die drei Punkte“, sagte der ehemalige Bundesligaprofi nach dem Spiel. Seine Maßnahmen haben gegriffen: „Ich habe versucht, die Spieler zu motivieren und für die Situation zu sensibilisieren.“ Auch auf die Entlassungen von Christian Hochstätter und Jens Rasiejewski bezog sich Butscher bei der Mannschaftsansprache.

Nach Rundumschlag keine Alibis mehr

Er habe der Mannschaft gesagt, dass alle vermeintlichen Alibis dadurch weggefallen seien. Die Mannschaft dürfe sich nicht mehr verstecken. Diese Botschaft ist - wenn auch schleppend - angekommen. Denn bis zur 66. Spielminute zeigte der VfL Bochum ein unterirdisches Spiel. „Es war ein verhaltenes Spiel von beiden Seiten. Glückwunsch an die Bochumer zum Sieg“, gab auch Darmstadt-Trainer Dirk Schuster zu. Das 0:1 durch Romain Bregerie war dann die Initialzündung für die Bochumer, das Spiel noch zu drehen.

Für Butscher wird die Position auf der Trainerbank nur von kurzer Dauer sein - er hat noch keine A-Lizenz. Doch er hat weiter Lust auf das Kribbeln: „Für solche Emotionen möchte ich diesen Job auch in Zukunft machen. Das macht Lust auf mehr. Die A-Lizenz bleibt aber erstmal das Ziel.“ Mit einer Mischung aus Lockerheit und Ernsthaftigkeit begegnet Butscher der Mannschaft: „Man kann mit mir viel Spaß haben, aber ich fordere auch die volle Konzentration auf Fußball.“ Für seinen möglichen Nachfolger hat der ehemalige Profi des SC Freiburg einen Wunsch: „Ich weiß nicht, wer es wird. Aber ich wünsche mir, dass er für Bochumer Fußball steht. Diese Identität darf nicht verloren gehen.“

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