2. Liga

Simon Lorenz: Vom Leihspieler zur Stammkraft beim VfL Bochum

Simon Lorenz spielte bislang jede mögliche Minute für den VfL Bochum in der 2. Bundesliga.

Simon Lorenz spielte bislang jede mögliche Minute für den VfL Bochum in der 2. Bundesliga.

Foto: Ralf Ibing / firo Sportfoto

Bochum.  Der VfL Bochum hat gute Erfahrungen mit Leihgeschäften gemacht. Verteidiger Simon Lorenz ist nach seiner Rückkehr aus München Stammspieler.

Tim Hoogland geht es gut. Zumindest macht er auf den Bildern, die er auf auf Instagram postet, einen zufriedenen Eindruck. Mitte August hat der Innenverteidiger den VfL Bochum verlassen. Er spielt nun für Melbourne Victory in der Australischen A-League. Er spielt dort wieder oder besser weiter mit Robbie Kruse zusammen. Auch der Linksaußen stand zuletzt beim VfL unter Vertrag. In Australien beginnt die Saison erst Mitte Oktober. Andere Akteure, die den VfL verlassen haben, stehen da schon anders im Fokus.

Wobei die größte Geschichte beim VfL derzeit um Stefano Celozzi gedreht wird. Er und Hoogland waren zum Ende der vergangenen Saison von Trainer Robin Dutt und Sportvorstand Sebastian Schindzielorz sportlich aussortiert worden. Hoogland landete schließlich in Melbourne, Celozzi blieb. Dutt ist inzwischen weg und unter dem neuen Trainer Thomas Reis durfte Celozzi in Sandhausen die letzten zehn Minuten spielen, weil Christian Gamboa verletzt raus musste. Seine „Geduld“ hat sich ausgezahlt.

Baumgartner spielt in Österreich

Diese Geduld hatte Dominik Baumgartner nicht, oder anders, bei ihm klappte es mit einem kurzfristigen Wechsel. Er ist aber auch deutlich jünger als Celozzi. Er hat den größten Teil seiner Laufbahn noch vor sich und benötigt Spielpraxis. Ihn haben die Bochumer für eine Spielzeit an der Wolfsberger AC ausgeliehen.

Die Wolfsberger machten zuletzt mit einem 4:0 in der Europa-League gegen Borussia Mönchengladbach auf sich aufmerksam. Da gehörte Baumgartner allerdings nicht zum Kader. Der Innenverteidiger, der beim VfL auch als Außenverteidiger eingesetzt wurde, stand bei zwei Spielen in der Bundesliga Österreich im Kader. Einmal kam er nicht zum Einsatz. Einmal durfte er von Beginn an spielen, wurde dann nach 69 Minuten ausgewechselt. Die Wolfsberger spielen auch eine gute Meisterschaftsrunde. Nach dem achten Spieltag liegen sie hinter RB Salzburg auf Platz zwei.

Gute Erfahrungen mit Leih-Geschäften

Baris Ekincier (20) haben die Bochumer ebenfalls für eine Saison in die zweite österreichische Bundesliga an SK Austria Klagenfurt ausgeliehen. Der Linksaußen stand fünfmal im Kader, wurde viermal eingewechselt. Klagenfurt ist aktuell nach dem achten Spieltag Tabellenführer.

Der VfL hat durchaus gute Erfahrungen mit der Ausleihe von Spielern gehabt. Simon Lorenz (22) war in der vergangenen Saison an den Drittligisten TSV 1860 München ausgeliehen und sammelte in 40 Partien Spielpraxis. Er hat in dieser Spielzeit bislang in der 2. Bundesliga jede mögliche Minute für den VfL auf dem Platz gestanden.

Bapohs Chancen sind gesunken

Ausgeliehen war auch Uli Bapoh (20). Er spielte in der vergangenen Saison für den FC Twente Enschede. In dieser Saison stand er viermal im Kader, wurde dreimal eingewechselt und machte gegen Wiesbaden sein bestes Spiel. Er erzielte das zwischenzeitliche 1:3, holte dann noch den Elfmeter raus, den Silvere Ganvoula zum 3:3 verwandelte. In der Schlussphase sah Bapoh aber noch die Rote Karte und war dann für die Spiele beim VfB Stuttgart und Dynamo Dresden gesperrt. Gegen Sandhausen war er ohne Einsatz im Kader.

Durch die Verpflichtung von Manuel Wintzheimer vom Hamburger SV sind Bapohs Einsatzchancen allerdings weiter gesunken.

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