VfL - Trainingsauftakt

Reis will Ersatz für Ganvoula und hofft auf Lampropoulos

Der VfL Bochum ist in die Vorbereitung gestartet (v.l.): Manuel Riemann, Lars Holtkamp, Stelios Kokovas, Moritz Römling und Paul Grave.

Der VfL Bochum ist in die Vorbereitung gestartet (v.l.): Manuel Riemann, Lars Holtkamp, Stelios Kokovas, Moritz Römling und Paul Grave.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum.  Mit 24 Spielern hat der VfL Bochum am Montag die Vorbereitung begonnen. Diese Zahl wird sich ändern. VfL-Trainer Reis hofft auf Zugänge.

Die Bälle sind neu. Auch in der 2. Bundesliga spielen die Profis mit der neuesten Bundesligaausgabe des Ausrüsters Derbystar. Neu beim VfL Bochum sind auch die Trainingsklamotten. Nike, der Ausrüster des Zweitligisten, setzt da auf ein kräftiges stahlblau in Kombination mit grau. Neu wird auch das neue Trikot für die Saison 2020/2021 sein. Am Mittwoch soll es wohl vorgestellt werden. Dafür gibt es beim Personal recht viel Kontinuität.

Dass Danny Blum nicht da war, war der Tatsache geschuldet, dass er positiv auf Corona getestet worden ist. Der erste Test am Samstag brachte das Ergebnis. Er sorgt dafür, dass Blum zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringt. VfL-Trainer Thomas Reis wusste also schon vor dem zweiten Coronatest am Montag, dass er Blum nicht würde mit einplanen können. Ansonsten waren alle Akteure da. Möglich indes, dass sich der Kader noch verändert.

Reis steht im Austausch mit Lampropoulos

Reis konnte sich quasi selber zitieren, als er im kurzen Pressegespräch nach dem Training nach möglichen weiteren neuen Spielern gefragt wurde. Dass der VfL in allen Mannschaftsteilen sucht, ist mehrfach kommuniziert worden. Reis wurde dann aber doch etwas konkreter. Mit Vasileios Lampropoulos stehe er im „ständigen Kontakt“. Der Grieche war im Winter zum VfL gekommen und hatte sich als Stabilisator der Abwehr erwiesen. Mit ihm würde Reis gerne weiter planen können, zumal nach dem Weggang von Simon Lorenz nach Kiel und dem Laufbahnende von Patrick Fabian mindestens ein Innenverteidiger fehlt. Derzeit sind es mit Saulo Decarli, Maxim Leitsch und Armel Bella-Kotchap nur drei.

Dann hätte Reis gerne noch einen Sechser, also einen wirklich defensiv denkenden Mittelfeldspieler. Und dann hätte er auch gerne noch einen Spieler, um Silvere Ganvoula unter Druck setzen zu können. „Einen Konkurrenten für Silvere Ganvoula zu haben, wäre gut, damit er in der Spur bleibt. Es soll sich keiner ausruhen können.“ Eben auch Ganvoula nicht. Das war von Reis ein unverschlüsselter Hinweis auf das Verhalten von Ganvoula in der vergangenen Saison. Da hatte Reis versucht, ihn durch kleine Denkzettel zu verlässlich guten Leistungen und der richtigen Einstellung zu bringen.

Die neuen Spieler fallen auf

Manuel Wintzheimer bekam da mehr Spielpraxis als Mittelstürmer. Dessen Leihe ist ausgelaufen. Er wird wohl beim Hamburger SV bleiben. Reis hätte durchaus gerne einen ähnlichen Spielertypen wie Ganvoula. „Wir haben auf den Außenbahnen viel Tempo“, sagte Reis, da macht ein sicherer Abnehmer in der Mitte Sinn. Auch bei Jordi Osei-Tutu, dem Leihspieler des FC Arsenal, sieht es inzwischen danach aus, als würde er nicht mehr zurückkommen. Bleibt noch Lampropoulos.

Mitten drin beim Training waren dagegen bereits Tarsis Bonga und Herbert Bockhorn. Die beiden fielen und fallen auf, weil sie jeweils hervorstechende körperliche Merkmale haben. Bonga ist 1,97 Meter groß, er ist damit der längste Spieler des VfL. Bockhorn hat einen imposanten Lockenkopf. Mit dieser Frisur erinnert er durchaus – etwas – an Alphonso Davies, den rechten Außenverteidiger des FC Bayern München. Schnell ist Bockhorn auch. Beim VfL Bochum hätten sie nichts dagegen, wenn Bockhorn eine ähnliche Entwicklung nehmen würde.

Ansonsten ging es ruhig zu beim ersten Training nach langer Pause. Reis ließ zunächst in drei Gruppen trainieren. Eine übernahm er, eine Co-Trainer Heiko Butscher, eine der neue Co-Trainer Markus Gellhaus. Großartig anders als sonst, beziehungsweise zuletzt, sei es daher auch gar nicht, befand Stammtorwart Manuel Riemann. „Dass keine Zuschauer da sind, daran sind wir inzwischen gewöhnt.“ Und so ungewöhnlich ist es auch nicht, dass es zum Saisonstart neue Klamotten und neue Bälle gibt.

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