VfL Bochum

Rang drei dürfte für den VfL Bochum kaum zu erreichen sein

Macht verdammt große Sprünge derzeit: Der omnipräsente Kevin Stöger war beim VfL Bochum nicht nur wegen seines Siegtreffers gegen Kaiserslautern der beste Mann.

Macht verdammt große Sprünge derzeit: Der omnipräsente Kevin Stöger war beim VfL Bochum nicht nur wegen seines Siegtreffers gegen Kaiserslautern der beste Mann.

Foto: imago

Bochum.  Nach dem Sieg von Kiel in Dresden ist Rang drei für den VfL Bochum kaum noch erreichbar. Trainer Robin Dutt lobt die „unglaubliche Mentalität“.

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Da war Robin Dutt vielleicht doch etwas zu optimistisch. „Bis zum Schlusspfiff war der Klassenerhalt unser Thema, jetzt gucken wir mal, was die anderen machen“, sagte der Trainer des VfL Bochum nach einem Spiel, das in Ablauf und Atmosphäre an wesentlich bessere Zeiten erinnerte. Dutts Mannschaft hatte am Freitagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern - mit etwas Glück - den vierten Sieg in Folge nach einem Durchhänger praktisch erzwungen. Ausgepumpt saßen die Spieler auf dem Rasen und ließen sich anschließend feiern. Nun schien, was man ein paar Wochen zuvor noch als Spinnerei abgetan hätte, sogar der späte Sprung auf Rang drei möglich zu sein.

Zwei Tage danach dürfte dieser Traum einer eher realistischen Betrachtungsweise gewichen sein. Weil Holstein Kiel die Tormaschine inzwischen wieder in Gang gesetzt hat, fehlen dem VfL angesichts des deutlich schlechteren Torverhältnisse vier Spiele vor Saisonschluss sieben Punkte für den Relegationsrang Richtung Bundesliga. Und nach unten, man glaubt es kaum, sind es - des im Vergleich mit St. Pauli besseren Torverhältnisses wegen - ebenfalls sieben Punkte.

Relativ sicher sein darf sich der VfL, inzwischen immerhin auf Tabellenplatz sechs angesiedelt, was den direkten Abstieg angeht. Darmstadt fehlen im Vergleich zehn, Kaiserslautern sogar 14 Punkte. Da sollte nichts mehr anbrennen. Die guten Wünsche Robin Dutts in Richtung Pfalz nach dem sehr intensiven Schlagabtausch werden wohl nicht helfen, den FCK trennen bereits acht Punkte vom Relegationsrang. Kaiserslauterns Sturz in die Drittklassigkeit scheint, was am Freitag noch niemand wissen konnte, kaum noch zu verhindern sein.

Fabian: Lautern ist keine Laufkunschaft

Daran ändert auch Patrick Fabians Befund („Lautern ist keine Laufkundschaft“) nichts. Es bedurfte schon einer Energieleistung, um den Mut des Trainers zu belohnen. Um nicht die halbe Mannschaft umbauen zu müssen, hatte Robin Dutt nämlich die auf dieser Position unerfahrenen Selim Gündüz und Philipp Ochs außen verteidigen lassen. Dutt musste mit Ochs und später Jannik Bandowski auch Spielern Vertrauen schenken, die bisher unter seiner Regie noch gar keine Rolle gespielt hatten. Doch es funktionierte, und der VfL-Trainer nahm auch anschließend alle Beteiligten mit ins Boot: „Die Mannschaft strahlt einen großen Zusammenhalt aus, sie hat eine unglaubliche Mentalität.“

Und die soll sie nun noch über den Zielstrich tragen, mit der bestmöglichen Platzierung. Einfacher wird es allerdings vorerst nicht, am Freitag in Fürth ist wieder eine Auseinandersetzung mit Haken und Ösen zu erwartet. Die Franken stecken nach starken und erfolgreichen Wochen wieder mitten im Abstiegskampf.

Aber beim VfL wird man alles daran setzen, noch ein wenig länger auf der Erfolgswelle zu surfen. Im Ronhof werden die zuletzt gesperrten Danilo Soares und Thomas Eisfeld wieder zur Verfügung stehen. Ob Stefano Celozzi oder Jan Gyamerah oder sogar alle beide bis Freitag wieder auf den Beinen sein werden, bleibt abzuwarten.

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