VfL Bochum

Milos Pantovic nimmt beim VfL den großen Konkurrenzkampf an

Feierte im Trainingslager in Weiler am Samstag seinen 22. Geburtstag: Milos Pantovic bei einer Einheit im Allgäu (re.: Baris Ekincier). Der serbische Flügelstürmer will sich auch in der 2. Liga durchsetzen. Foto:Stuetzle/ imago / Eibner-Pressefoto

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Feierte im Trainingslager in Weiler am Samstag seinen 22. Geburtstag: Milos Pantovic bei einer Einheit im Allgäu (re.: Baris Ekincier). Der serbische Flügelstürmer will sich auch in der 2. Liga durchsetzen. Foto:Stuetzle/ imago / Eibner-Pressefoto Foto: imago

Weiler-Stimmerberg.  Der neue VfL-Flügelstürmer Milos Pantovic muss sich gegen Kruse oder Sam durchsetzen. Mit Gerland hatte sein Wechsel nach Bochum nichts zu tun.

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Ein Missverständnis will er gleich aus der Welt schaffen. „Ich habe nicht mit Hermann Gerland über den Wechsel nach Bochum gesprochen.“ Milos Pantovic sagt das, der neue Flügelspieler des VfL Bochum. Der Serbe ist am Samstag 22 geworden und nimmt nun im Ruhrgebiet Anlauf, seine Profikarriere zu starten. Dass Gerland, Bochums Mann bei den übergroßen Bayern, kürzlich bei einer Diskussionsrunde in seiner Heimatstadt sagte, dass er schon „interessantere Spieler“ zum VfL geschickt habe als Pantovic, nimmt der ungerührt zur Kenntnis. Was soll man dazu sagen?

Milos Pantovic hat sich, so klingt es, ganz allein für den VfL Bochum entschieden. Auch Maurizio Gaudino, sein Berater mit VfL-Vergangenheit, habe ihn nicht in dieser Richtung beeinflusst. Entscheidend seien die „persönlichen Gespräche“ mit Trainer Robin Dutt und Sportvorstand Sebastian Schindzielorz gewesen, sie hätten den Ausschlag gegeben, denn es gab, so der 22-Jährige „auch andere Angebote“.

Intensität im Training ist nun höher

Die Erwartungshaltung der Bochumer Verantwortlichen decke sich jedenfalls mit der eigenen Einordnung: „Sie erwarten von mir Dinge, von denen ich sage: Diese Qualität habe ich.“ Von Schnelligkeit und Technik ist dann die Rede, und Pantovic beeilt sich zu betonen, dass auch seine Stärken noch weiterhin entwicklungsfähig sind.

Gut angekommen und aufgehoben fühlt er sich in Bochum, wenngleich die ersten Trainingstage nicht spurlos an ihm vorüberziehen. „Vom körperlichen her ist das jetzt zwei Stufen höher“, sagt er und gibt zu, dass er derzeit jenseits des Trainingsplatzes kurze Wege bevorzugt: „Von der Kabine geht es auf die Couch.“

Bayern zu stark besetzt

Bei den Bayern hat er es gelegentlich auf die Profibank geschafft, zum Beispiel unter Pep Guardiola und Carlos Ancelotti, aber mehr als ein paar Minuten Bundesliga sind dabei nicht herausgesprungen. Übrig geblieben sind 94 Regionalliga-Spiele und die Erkenntnis, dass die Bayern „für mich zu den Top drei-Klubs weltweit“ zählen. Dort, gesteht Milos Pantovic, „habe ich nicht meine Chance gesehen“ – trotz der zuletzt durchaus überzeugenden Daten. Pantovic gehörte zu den Stammkräften des aktuellen Regionalliga-Vizemeisters. In 33 Spielen traf er selbst 12 Mal und bereitete elf Treffer vor. Das sind für einen Flügelspieler sicher keine schlechten Zahlen.

Von Kruse und Sam auch lernen

Dass er auch in Bochum keine heurigen Hasen vor sich hat und sich mit Nationalspielern und Ex-Nationalspielern wie Robbie Kruse und Sidney Sam auf den Außenbahnen messen muss, ist Milos Pantovic, dessen Vorbild einst der französische Weltstar Thierry Henry war, durchaus bewusst: „Ich spiele ja nicht gegen die, ich kann auch von ihnen lernen. Aber ich nehme die Herausforderung an und gehe das mit breiter Brust an.“ Dabei erfährt er noch die Unterstützung seines Vaters, der nach dem Umzug ins Ruhrgebiet den Alltag managt. Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager wird Pantovic junior aber allein klar kommen müssen.

Sein erster Eindruck in der neuen Umgebung ist jedenfalls positiv. Milos Pantovic strahlt Optimismus aus: „Ich wusste ja, dass der VfL ein stabiler und familiärer Verein ist. Im Moment glaube ich, ich habe alles richtig gemacht. Schauen wir mal, ob es reicht.“

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