2. Bundesliga

Manuel Riemann feiert spät mit dem Team, dann aber richtig

Mittendrin: Auch Dank Manuel Riemann gewann der VfL in Heidenheim.

Mittendrin: Auch Dank Manuel Riemann gewann der VfL in Heidenheim.

Foto: firo Sportphoto/Marcel Engelbrecht / firo Sportphoto

Heidenheim.  Manuel Riemann stand zuletzt bei den Fans in der Kritik. Gegen Heidenheim zeigte er ein gutes Spiel und blieb konsequent positiv.

Erst nach dem Spielschluss machte sich Manuel Riemann auf den Weg. Dabei ließ er dann aber auch keinen Mitspieler und schließlich auch Trainer Thomas Reis und das Trainerteam nicht aus. Jeder bekam eine Umarmung, eine Hand zum abklatschen, dazu ein Lächeln.

Der Torwart des VfL hatte während des Spiels als einziger Spieler nicht am allgemeinen abklatschen und umarmen nach den drei Toren gegen den 1. FC Heidenheim teilgenommen. Das aber eben nicht, weil er schlecht gelaunt war oder sich nicht als Teil der Mannschaft sieht. Der Weg war einfach zu weit.

Komplett und zusammen

Die Bochumer feierten jedes Tor komplett, alle zusammen direkt neben dem Heidenheimer Tor. Da hätte es schon komisch ausgesehen, wenn Riemann jedesmal den weiten Weg auf sich genommen hätte, 100 Meter über den Platz. Er drehte sich stattdessen jedes Mal um, trocknete seine Torwarthandschuhe an einem Handtuch im Tornetz. Dreimal. So oft, wie die Mannschaft komplett und zusammen gefeiert hatte.

Die Bochumer agierten lauf-, einsatz- und zweikampffreudig. Da passte viel an diesem Tag. Auch der wieder souveräne Riemann im Tor, der bei den Gegentoren chancenlos war. Wobei schon fast auffällig war, dass er diesmal durchweg positiv blieb, nachdem er zuletzt fast durchweg mit seinen Vorderleuten gegrantelt hatte. Immer wieder lobte er im Spiel gegen Heidenheim seine Vorderleute, wenn sie konsequent einen Ball geklärt hatten, Räume zuliefen, richtig standen. Dazu versuchte er auch mit klaren Ansagen im Spiel nach vorne zu helfen. So deutete er immer wieder in Richtung Danny Blum, dass er sich zentraler positionieren solle, wenn er Freistöße oder Abschläge nach vorne beförderte.

Schon Robin Dutt, der Vorgänger von Thomas Reis auf dem Trainerposten, hatte Blum als wichtige Angriffsoption gesehen. Der schnelle Linksaußen bestätigte das in Heidenheim erneut.

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