VfL Bochum

VfL Bochum gerät in Bielefeld unter die Räder - 1:3 nach 1:0

Bittere Pleite für den VfL Bochum in Bielefeld.

Bittere Pleite für den VfL Bochum in Bielefeld.

Foto: dpa

Bielefeld.  Nach der Führung bricht der VfL ein und verliert den West-Schlager in Bielefeld. Binnen Minuten schießt sich Arminia in einen Rausch.

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Der VfL Bochum ist trotz einer 1:0-Führung gegen Arminia Bielefeld untergangen. Nach der 1:3-Niederlage in Ostwestfalen sind die Bielefelder in der Zweitliga-Tabelle an den punktgleichen Bochumern vorbeigezogen.

VfL-Trainer Robin Dutt hatte schließlich doch darauf verzichtet, seinen Torjäger Lukas Hinterseer mit nach Ostwestfalen zu nehmen. Damit setzte er auf die Startelf, die schon beim 1:0-Sieg gegen Heidenheim begonnen hatte. Womit Vitaly Janelt erneut die Position des linken Außenverteidigers bekleidete. Danilo Soares, von seiner Gehirnerschütterung genesen, nahm erst einmal auf der Bank Platz. Auf Seiten der Arminia fehlte krankheitsbedingt Spielgestalter Reinhold Yabo.

Unvermeidliche Pyro-Show einiger Fans des VfL Bochum

Von dem Elan, den der VfL gegen Heidenheim auf den Rasen gebracht hatte, war nach der wohl unvermeidlichen Pyro-Show einiger VfL-Anhänger zunächst nichts zu sehen. Die Arminia machte das Spiel, aber keine Tore. Immer wieder hatte Cedric Brunner auf dem rechten Flügel freie Bahn, weil die Rückwärtsbewegung der Bochumer Offensive nicht wirklich funktionierte. Simon Zoller, Tom Weilandt und Chung-Yong Lee rochierten zwar, ließen dem Gegner aber in der Bochumer Hälfte häufig zu viel Raum.

Brunner selbst scheiterte früh mit einem Lattenkracher, anschließend verhinderten Manuel Riemanns Fingerspitzen nach Fabian Klos’ Abschluss den Rückstand. Und nach einer guten halben Stunde setzte Bielefelds Mittelstürmer per Kopf den Ball aus guter Position über das Bochumer Tor.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste aber bereits ihre anfängliche Zurückhaltung abgelegt und selbst die eine oder andere gute Offensivaktion zu verzeichnen. Zoller überwand nach einem feinen Janelt-Zuspiel sogar Bielefelds Schlussmann Stefan Ortega, allerdings aus einer Abseitsposition. Anschließend prüfte Milan Pantovic Ortega, ohne dass sich am Ergebnis etwas änderte. Es blieb zur Pause beim 0:0.

Der zweite Durchgang begann äußerst unansehnlich. Hoch und weit schien auf beiden Seiten nun die Devise zu sein, für eine Viertelstunde war nichts zu sehen von Pass- und Kombinationsspiel. Dann besann sich der VfL wieder und kam prompt zu Chancen. Doch Weilandt konnte die Flanke von Jan Gamerah nicht gut genug verarbeiten, und Zollers zweiter Treffer wurde ebenfalls wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert.

Patrick Fabian trifft zum 1:0 für den VfL

Doch dann traf Patrick Fabian nach einer Ecke - und diesmal galt der Treffer. Der Weg schien frei zu sein für einen Dreier auf der Bielefelder “Alm”. Ein Trugschluss. Die Gäste ließen sich in die Defensive drücken, öffneten den Raum vor ihrem Strafraum und waren in den Zweikämpfen nicht konsequent genug. Die Folge: Nur fünf Minuten nach dem Führungstor stand es 1:1. Andreas Voglsammer hatte aus 18 Metern Maß genommen. Beinahe hätten die Hausherren die Partie sogar in kürzester Zeit gedreht, aber Manuel Riemann entschärfte Klos’ Schuss nachdem sich Tim Hoogland verdribbelt hatte.

Doch der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten. Schiedsrichter Pascal Müller entschied nach Janelts Zweikampf mit Jonathan Clauss auf Handelfmeter, Fabian Klos verwandelte sicher. Und nur zwei Minuten später war der VfL untergegangen. Clauss hämmerte den Ball zum 3:1 unter die Latte.

Dass Gyamerah weng später wegen einer Notbremse die Rote Karte präsentiert bekam, komplettierte den katastrophalen Nachmittag. Und während die Arminia-Fans im Hagelschauer feierten, verstummten die VfL-Anhänger.

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