Kommentar

Hochstätters VfL-Strategie ist mindestens diskussionswürdig

Bochums Sportchef Christian Hochstätter.

Foto: imago

Bochums Sportchef Christian Hochstätter. Foto: imago

Bochum.  Christian Hochstätter traf beim VfL Bochum bedenkliche und riskante Entscheidungen. Auf Kritik reagiert er dünnhäutig. Ein Kommentar.

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Nachdem der knorrige, selbstherrliche und beratungsresistente Gertjan Verbeek geradezu darum gebettelt hatte, beim VfL Bochum entlassen zu werden, war es keine Überraschung mehr, dass dies dann auch geschah. Merkwürdig allerdings war der Zeitpunkt: Erst nachdem er die Mannschaft im Trainingslager auf die Saison vorbereitet hatte, wurde der Trainer gefeuert.

VfL-Sportvorstand Hochstätter bereut sein Wagnis

Sportvorstand Christian Hochstätter ging mit dieser späten Entscheidung ein Wagnis ein, das er mittlerweile selbst bereut. Denn er präsentierte auf die Schnelle einen im Profifußball unerfahrenen neuen Trainer, der den hohen Ansprüchen des VfL nicht gerecht wurde: Jetzt ist auch Ismail Atalan wieder weg.

Christian Hochstätter erwies sich einst in 339 Bundesligaspielen für Borussia Mönchengladbach als konstant und robust. Eigenschaften, die er als Sportchef des VfL Bochum vermissen lässt. Die Hoffnung auf die Rückkehr in die Bundesliga konnte er bisher nicht erfüllen, auf Kritik reagiert er extrem dünnhäutig. Dabei ist seine Führungsstrategie mindestens diskussionswürdig.

Die Installation seines Sohnes als Teammanager – bedenklich. Die Suspendierung des Kapitäns Felix Bastians – riskant. Wurde Bastians mit Verzögerung bestraft, weil der VfL-Vorstand zuerst bei den Mitgliedern die Ausgliederung der Profi­abteilung durchsetzen wollte? „Da kann ich nur lachen“, sagt Hochstätter dazu. Schön für ihn, wenn wenigstens er beim VfL Bochum noch was zu lachen hat.

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