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Elfer-Ärger: Dutt wettert gegen Schiedsrichter Zwayer

Robin Dutt war nach dem Spiel gegen Köln mächtig angefressen auf Schiedsrichter Felix Zwayer.

Robin Dutt war nach dem Spiel gegen Köln mächtig angefressen auf Schiedsrichter Felix Zwayer.

Foto: firo

Bochum.  Die 0:2-Pleite des VfL Bochum gegen Köln ärgerte Robin Dutt kolossal. Die Leistung von Schiedsrichter Zwayer trieb den VfL-Trainer zur Weißglut.

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Mit versteinerter Miene lief Robin Dutt nach dem Abpfiff in den Katakomben des Bochumer Ruhrstadions zu den TV-Interviews. Kurz vor seinem Ziel schüttelte der Trainer des VfL den Kopf. Das hatte zwei Gründe. Zum einen ärgerte Dutt in diesem Moment die Niederlage seiner Mannschaft und zum anderen machte ihn eine Entscheidung von DFB-Schiedsrichter Felix Zwayer fassungslos. Während der obligatorischen Pressekonferenz platzte der ganze Ärger aus Dutt heraus: In seinem Statement wetterte der gebürtige Kölner gegen Zwayer.

Es geht um die 45. Spielminute im West-Gipfel zwischen dem VfL Bochum und Bundesliga-Absteiger 1.FC Köln. Kurz nach dem unglücklichen Eigentor durch Maxim Leitsch dribbelte VfL-Außenverteidiger Danilo Soares beherzt in den Strafraum der Kölner. Effzeh-Verteidiger Meré traf Soares am Fuß, der hatte zuvor den Ball weggespitzelt. Dutt zu der Szene: „Ich glaube, dass niemand zu einer anderen Entscheidung kommen kann - das war ein klarer Elfmeter.“ Schiedsrichter Felix Zwayer kritisierte er deswegen scharf: „Wie ein Schiedsrichter, der den Anspruch hat, Weltmeisterschaften zu pfeifen, zu solch einer Entscheidung kommt, kann ich nicht verstehen.“

Horn gibt Elfmeter zu - Anfang hält sich zurück

Für VfL-Torwart Manuel Riemann hätte es ebenfalls „klar Elfmeter“ geben müssen. Sein Gegenüber im Kölner Tor konnte den Ärger verstehen. Timo Horn: „Zum Glück gibt es in der Zweiten Liga keinen Videobeweis. Bei dieser Szene hatten wir Glück, das kann im nächsten Spiel wieder anders sein.“ Etwas zurückhaltender äußerte sich Köln-Trainer Markus Anfang zur Diskussion: „Ich habe die Situation noch nicht sehen können. Von der Bank war es für mich nicht klar erkennbar. Deswegen kann ich dazu noch nicht so viel sagen.“

Der VfL suchte dennoch nicht die alleinige Schuld beim Schiedsrichter. Robin Dutt zeigte sich vielmehr über die mangelhafte Chancenverwertung seiner Mannschaft verärgert: „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Es lag in unseren eigenen Händen, wir hatten in der ersten Halbzeit genügend Chancen zur Führung.“ In einer Woche geht es für den VfL zum Derby nach Duisburg. Bis dahin sollte der Elfer-Ärger dann wieder verflogen sein.

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