VfL-Kommentar

Die Kritik der VfL-Opposition kam nicht aus dem hohlen Bauch

Bochums Aufsichtsratschef Hans-Peter Villis

Bochums Aufsichtsratschef Hans-Peter Villis

Foto: firo

Bochum.  Der VfL Bochum war in dieser Saison in eine extreme Schieflage geraten. Nun wird offenbar auf vielen Ebenen gute Arbeit geleistet. Ein Kommentar.

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Natürlich müssen wir zuerst über den tollen Lauf des VfL Bochum sprechen, über das Spielvermögen, auch um die wiederentdeckte Offensiv-Qualität, aber vor allem über den Zusammenhalt, der eine Erfolgsserie erst möglich macht. Es wird derzeit offenbar auf vielen Ebenen richtig gute Arbeit geleistet.

Aussitzen früh erkennbarer Probleme

Die ist aber auch vonnöten, denn der Klub war zuvor in eine extreme Schieflage geraten. Wir erinnern uns: Robin Dutt ist bereits der vierte Trainer in dieser Saison. Das heißt, es wurde mehr als einmal an der entscheidenden Stellschraube gedreht, ohne dass sich die Dinge zum Positiven verändert hätten.

Als es dann zwischen Sportvorstand und einem Führungsspieler persönlich wurde und die Streitereien auf dem Marktplatz ausgetragen wurden, war das so etwas wie ein Kulminationspunkt auf der nach oben offenen Eskalationsskala. Auf wessen Seite die Mannschaft in diesem Zwist stand, ist unschwer zu erraten. Der Aufsichtsrat hatte den Mann an der Stellschraube so lange gewähren lassen, bis es fast zu spät gewesen wäre.

Die Kritik der sogenannten Opposition am Bochumer Aufsichtsrat kam also nicht aus dem hohlen Bauch heraus, sie hatte gute Gründe. Das Aussitzen bereits früh erkennbarer Probleme kann man im Rückblick durchaus auch als Sturheit und Rechthaberei deuten.

Die Königsdisziplin für einen gut funktionierenden Aufsichtsrat ist es, den Zug zum richtigen Zeitpunkt aufs richtige Gleis zu setzen, natürlich mit dem richtigen Zugführer an Bord. Das ist dem VfL in der jüngeren Vergangenheit nicht gelungen. Aber was für ein Glück: Fußball ist ein Tagesgeschäft. Mal geht der Daumen runter, mal geht er hoch.

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