VfL Bochum

Der VfL Bochum jubelt! Erster Sieg nach drei Pleiten

Simon Zoller jubelt nach seinem Tor.

Simon Zoller jubelt nach seinem Tor.

Wiesbaden.  Was für ein wichtiger Sieg. Der VfL Bochum hat beim SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 gewonnen. Das entscheidende Tor erzielte Simon Zoller.

Das Stadion ist eine Baustelle. Der Verein erweitert gerade im laufenden Spielbetrieb seine Zuschauerkapazität, um sie an die Anforderungen der 2. Bundesliga anzupassen. Das Spiel beider Mannschaften wirkte ebenso nicht fertig. Wiesbadener und Bochumer spielten ihren Tabellenplatz angemessen. So spielen Mannschaften, deren Nervenkostüme so fest scheinen wie Spinnweben. Zu viel Belastung darf da nicht sein. So wechselten sich auf beiden Seiten leichte Fehler im Spielaufbau mit Fehlpässen ab. Beide Teams spielten sich Möglichkeiten heraus, aber auch vor dem Tor fehlte die Präzision.

Bei den Bochumern hatte Silvere Ganvoula die meisten Möglichkeiten. Mal verzog er mit links, mal mit rechts. Gut nur, dass Manuel Riemann, nach Gelb-Rot Sperre wieder ins Tor zurückgekehrt, einen glänzenden Tag erwischt hatte. Zweimal bewahrte er sein Team im ersten Durchgang vor dem Rückstand. Auch im zweiten Abschnitt strahlte er wieder die über weite Strecken der Saison gewohnte Sicherheit aus. Wenn er benötigt wurde, war er da.

Die Bochumer, die mit viel Ballbesitz ins Spiel gestartet waren, verloren nach einer Viertelstunde die Spielkontrolle. Da konnten Trainer Thomas Reis und auch Innenverteidiger Saulo Decarli noch so sehr und oft mehr Körperspannung fordern.

VfL-Bochum-Profi Simon Zoller zeigt seine Muskeln

Das Spiel verlief in Wellen. Als die Bochumer wieder auf einer ritten, schafften sie dann doch vor der Pause das 1:0. Ganvoula schoss, Wiesbadens Torwart Heinz Lindner konnte den Ball nur nach vorne abklatschen lassen, Simon Zoller traf.

Obligatorisch sein Jubel mit dem Zeigen des Bizeps des linken Armes. Neu war der Weg seines Jubellaufes. Er steuerte sofort die Auswechselbank an, umarmte intensiv Patrick Fabian. Danach klatschte er mit den anderen Ergänzungsspielern ab, um dann noch mit Danny Blum heftiger zu jubeln.

Blum hatte es erneut nicht in die Startformation geschafft. Tom Weilandt hat derzeit etwas die Nase vorn. Dass Weilandt spielte war ebenso keine Überraschung wie die erneute Nominierung von Maxim Leitsch als Partner von Decarli in der Innenverteidigung und das Startelfdebüt von Winterzugang Robert Zulj.

Der Österreicher sprach und zeigte viel, er war im Mittelfeld sehr präsent. Er forderte Bälle und überzeugte über weite Strecken mit viel Ruhe am Ball und hoher Passsicherheit. Eine Stunde spielte er, dann kam Sebastian Maier für ihn. Er hatte lange mit einer Verletzung gefehlt, war am Sprunggelenk operiert worden. Er fügte sich dennoch gleich gut ein. Vor allem kämpfte er wie seine Mitspieler.

Der VfL Bochum kämpfte

Die Bochumer lieferten in Wiesbaden nicht ihr bestes Spiel ab. Der Kampf aber stimmte. So wie es Patrick Fabian bereits nach dem 0:2 gegen Bielefeld gefordert hatte. Besonders beherzigte gegen Wiesbaden das Decarli. Der Innenverteidiger, zu dieser zum VfL gekommen, warf sich in der Tat in jeden Schuss. Es stimmte nicht alles bei den Bochumern, aber der Einsatz und die Bereitschaft. Das reichte an diesem Tag gegen diesen Gegner aus.

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