Trainingsauftakt

Der neue Stürmer Simon Zoller hat Bock auf den VfL Bochum

Neu beim VfL Bochum: Simon Zoller.

Neu beim VfL Bochum: Simon Zoller.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Bochum.  Simon Zoller hat Bock auf Bochum: Der neue Stürmer freut sich auf den „ehrlichen Fußball“ mit dem VfL, sagte er nach dem Trainingsauftakt.

Rund anderthalb Stunden hat er mit seinen neuen Teamkollegen hinter sich, und man spürt, dass Simon Zoller Bock hat. Bock auf Fußball, Bock auf Bochum. „Ich freue mich, wieder Fußball zu spielen, wieder wichtig zu sein“, sagt der neue Stürmer des VfL Bochum. Der 27-Jährige hat beim 1. FC Köln kein gutes Jahr hinter sich, hat kaum noch gespielt beim Tabellenzweiten der 2. Liga, zählte beim Bochumer 3:2-Sieg zum Jahresabschluss in Köln nicht mehr zum Kader. Längst war da klar, dass er wechselt zum VfL, tags darauf wurde seine Verpflichtung offiziell bestätigt.

Einen Vertrag über dreieinhalb Jahre hat er unterschrieben beim Vfl, ein Zeichen der Wertschätzung. Zoller, zuletzt viereinhalb Jahre in Köln und zuvor in Kaiserslautern am Ball, ist gewiss kein Wandervogel. Er sagt. „Ich habe immer für coole Vereine gespielt. Bochum ist ein toller Traditionsklub mit super Fans.“ Seit dem Sommer gab es Kontakt zum VfL, dieser sei nie ganz abgerissen, „das hat mir imponiert“, sagt der Stürmer und erzählt von „guten Gesprächen“ mit Sebastian Schindzielorz, dem Geschäftsführer Sport, und Trainer Robin Dutt.

Guter Eindruck vom Team

Der Coach hat, wie vom gesamten Team, gleich einen „guten Eindruck“ von seinem Neuen, der Durchschlagskraft und Flexibilität erhöhen soll. Dutt spricht von einer „Schnelligkeitskomponente“, die Zoller wertvoll mache: Der Stürmer bringe die technische Fähigkeit mit, auch „mit Ball“, so Dutt, für Geschwindigkeit sorgen zu können.

Welche Rolle er einnehmen wird im Team, wird sich zeigen. Von Haus aus ist der gebürtige Pfälzer ein Mittelstürmer, würde bei einem starren 4-2-3-1 also in Konkurrenz zu Torjäger Lukas Hinterseer treten. Dutt betont aber einmal mehr, dass er seine Offensivreihe mit vier Spielern sehr flexibel ein- und aufstellt. „Wir brauchen Spieler, die sich in der kompletten Breite bewegen können“, sagt der Fußball-Lehrer.

Kein starres System

Ob links, zentral, rechts, ganz vorne oder hängend: Die Grenzen verschwimmen, die Spieler rotieren. Zoller könnte daher jede Offensivposition einnehmen. Aber auch eine klassische Doppelspitze – mit Zoller und Hinterseer – ist kein Tabu-Thema, auch diese Variante „werden wir testen“. Insgesamt „können wir uns noch variabler aufstellen“, sagt der Coach.

Diese Flexibilität im Angriff komme ihm entgegen, spricht Simon Zoller, der zunächst in Köln wohnen bleiben wird, die gleiche Sprache wie der Coach. Spielpraxis fehle ihm natürlich ein bisschen, „die will ich mir jetzt holen“, sagt er. Hängen gelassen habe er sich in Köln aber nie, er habe immer Gas gegeben im Training: „Ich bin fit.“

Ein Trio trainiert wieder mit

Nicht nur der Neue aus Köln, auch einige zuletzt wegen langwieriger Verletzungen vermisste Spieler erhöhen Dutts Möglichkeiten bei der Wahl von Team und Taktik. Sebastian Maier und Jannik Bandowski haben das komplette Programm absolviert, Maxim Leitsch ließ nur das Abschluss-Spiel noch weg. Etwas mehr Zeit werden noch Thomas Eisfeld und Milos Pantovic benötigen, die nur dosiert für sich trainierten.

Nur die Asien-Cup-Teilnehmer Chung-yong Lee und Robbie Kruse sowie die jungen Tom Baack und Jan Wellers (beide krank) fehlten. Dafür trainierten die A-Jugendlichen Moritz Römling, Lars Holtkamp, Armel Bella Kotchap und Torwart Paul Grave mit. Alle - sowohl die Jugend als auch Pantovic und Eisfeld - sollen am Sonntag mit ins Trainingslager fliegen. Dutt: „Wir haben viel vor. Dafür benötigen wir auch viele Spieler.“

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