VfL Bochum

Das Gerüst steht vor dem Kiel-Spiel beim VfL Bochum

Hofft auf ein spezielles Geburtstagsgeschenk: Anthony Losilla.

Hofft auf ein spezielles Geburtstagsgeschenk: Anthony Losilla.

Foto: Udo Kreikenbohm

Bochum.  Vor dem Gastspiel des offensivstarken Aufsteigers Holstein Kiel sieht das Bochumer Trainerteam offenbar keinen Grund, die Pferde zu wechseln.

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Never change a winning team, diese altehrwürdige Fußball-Weisheit wird auch beim VfL Bochum beherzigt. Vor dem Gastspiel des offensivstarken Aufsteigers Holstein Kiel am heutigen Samstag und nach dem 1:0-Erfolg in Ingolstadt sieht das Bochumer Trainerteam offenbar keinen Grund, die Pferde zu wechseln.

„Man sieht ja an den letzten vier Spielen, wie die Positionen besetzt waren“, sagte Co-Trainer Heiko Butscher am Freitag, wies aber auch darauf hin, dass mit dem genesenen Jan Gyamerah noch „eine Alternative“ dazu gekommen sei. Gyamerah hat bis zu seiner Erkrankung durchgehend überzeugt, doch das muss man anschließend auch Stefano Celozzi zugute halten, der in Gyamerahs Abwesenheit auf seine ursprüngliche Position als rechter Verteidiger zurückgekehrt ist und mit für Stabilität gesorgt hat. Dafür wurde der Kapitän auch von VfL-Trainer Robin Dutt gelobt. Logisch, dass Dutt Celozzi anschließend nicht aus der Mannschaft nimmt.

Auch die anderen Positionen sind derzeit sozusagen in festen Händen. „Das Gerüst steht, aber es kann sich immer was ergeben“, sagte Heiko Butscher. Zum Beispiel Sperren. In den verbleibenden neun Spielen ist damit zu rechnen, dass Anthony Losilla und Danilo Soares auch mal ersetzt werden müssen. Die nächste Gelbe Karte würde nämlich bei beiden eine Sperre nach sich ziehen. Kopfschmerzen bereitet das Losilla nicht: „Ich denke nicht viel darüber nach. Ich bestreite viele Zweikämpfe, das gehört zu meiner Position. Wenn ich denn eine Gelbe kriege, dann ist es so.“ Der Franzose wird heute 32 und hat einen speziellen Geburtstagswunsch. „Letztes Jahr hat mir mein Geburtstag Glück gebracht, da habe ich in Stuttgart ein Tor erzielt.“

Tore kann der VfL in der Tat immer gebrauchen. Die Spielgestaltung in der Offensive, das Kreieren von Chancen, sagte Heiko Butscher, „wird von Spiel zu Spiel besser“. Fehlt halt nur noch der kühle Abschluss, aber auch, wie in Ingolstadt, das clevere Spiel in offenen Räumen. Es war ja zum Haareraufen, wie wenig die Bochumer gegen Ende des Spiels in Bayern aus ihren Möglichkeiten gemacht haben.

Die Mentalität stimme, so Butscher

Das sollte gegen die Kieler Torfabrik anders, wesentlich besser laufen. Die 0:3-Schlappe aus dem Hinspiel, davon ist Butscher überzeugt, wird ein singuläres Ereignis bleiben. Bis zum ersten Gegentor, erinnert sich Butscher an die Partie beim Aufsteiger, habe der VfL eigentlich sehr ordentlich gespielt, sei aber nach dem 1:0 „auseinander gebrochen“. Der Rest ist bekannt. Seit geraumer Zeit, so der 37-Jährige, stimme jedoch „die Mentalität“, und das sei „die Basis“ für Erfolge. So etwas wie beim 0:3 in Kiel, so Butscher abschließend, „wird jetzt, glaube ich, nicht mehr passieren“.

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