2. Bundesliga

VfL Bochums Danny Blum hat gute Erinnerungen an Sandhausen

Dürfte zurückkehren in die Startelf: Danny Blum.

Dürfte zurückkehren in die Startelf: Danny Blum.

Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool

Bochum.  Ohne Sebastian Maier peilt der VfL Bochum beim SV Sandhausen den ersten Saisonsieg an. Danny Blum hat gute Erinnerungen an seine Zeit beim SVS.

86 Pflichtspiele hat Danny Blum für den SV Sandhausen bestritten, jenem Verein, zu dem der Offensivmann des VfL Bochum nach seiner Jugend auf Schalke und in Mannheim wechselte, wo er seine ersten Schritte als Profi schaffte. In Liga drei, später - nach einem Intermezzo in Karlsruhe - in Liga zwei, ehe er weiterzog nach Nürnberg, Frankfurt, UD Las Palmas. Am Samstag kehrt Danny Blum in seine alte sportliche Heimat zurück, und viel spricht dafür, dass er diesmal von Beginn an Druck machen soll.

„Sandhausen ist ein unangenehmer Gegner“, weiß Blum aus eigener Erfahrung. Er ist mit dem im großen deutschen Fußball-Land immer noch als klein wahrgenommenen SVS aufgestiegen in die 2. Bundesliga nach der Saison 2011/12, er hat dort „eine tolle Zeit verbracht“, sagt er.

Blum: Im Training geht es jetzt härter zur Sache

Seine Zeit in Bochum ist bisher nicht so toll, der Tabellenvorletzte wartet bekanntlich auch vor dem siebten Spieltag noch auf seinen ersten Sieg. „Ich bin überzeugt davon, dass wir aus dieser Situation herauskommen werden“, sagt Blum. Auch der Trainerwechsel spiele dabei eine Rolle. Gegen Dresden, beim Debüt von Thomas Reis, „haben wir viel intensiver und früher gepresst, hatten früher Ballgewinne, nach vorne hat noch ein bisschen die Power gefehlt“, analysierte der Linksaußen, der den Optimismus nicht verloren hat. „Man sieht, dass es intensiver im Training ist, dass es robuster und härter zur Sache geht.“

Vier Mal zählte Blum zur Startelf, zweimal wurde er eingewechselt, wie zuletzt - für viele überraschend - gegen die SG Dynamo. Der 28-Jährige brachte mit seinem Treffer zum 1:2 den VfL zurück ins Spiel, bereitete den Ausgleich vor mit seiner Ecke, ist neben Stürmer Silvere Ganvoula Bochums bester Vorbereiter und Vollstrecker. Und weil auch noch Sebastian Maier ausfällt, der zentrale Mittelfeldmann, der bisher immer von Anfang gespielt hat, dürfte an Blum kein Weg vorbeiführen.

Defensiv wird sich personell nichts ändern

Maier konnte wie berichtet bereits am Mittwoch die zweite Einheit nicht mitmachen, seine Krankheit hat sich verschlechtert, er fällt in Sandhausen definitiv aus, sagte Thomas Reis. „Wir können nur mit Spielern antreten, die zu 100 Prozent fit sind“, sagt der Coach. Von der Nummer eins über die Viererkette bis zum defensiven Mittelfeld-Zentrum wird Reis personell nichts ändern, auch Stoßstürmer Ganvoula ist gesetzt. Die offensive Dreier-Reihe dahinter bietet Raum für Spekulationen. Mit Blum ist links zu rechnen, im Zentrum, auf der Maier-Position, hat Reis „mehrere Alternativen“, wie er meint.

Thomas Eisfeld zum Beispiel, der sich mittig deutlich wohler fühlt als außen. Oder Milos Pantovic. Oder Simon Zoller. Beide sind auch auf dem rechten Flügel Optionen, ebenso wie der schnelle Jordi Osei-Tutu. Denkbar ist auch, dass Manuel Wintzheimer als hängende Spitze zum Zug kommt. Noch nicht im Kader sein werden neben Maier auch Tom Weilandt, der erst in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist, Chung-Yong Lee und Maxim Leitsch.

Klar ist: Gegen Sandhausen soll der Bock umgestoßen werden. Blum: „Wir müssen auf uns schauen, dass wir drei Punkte holen und mal mit einem positiven Gefühl eine Woche arbeiten können.“

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