Bochum. Christopher Antwi-Adjei kommt beim VfL Bochum zuletzt von der Bank. Eine Qualität schätzt sein Trainer Thomas Letsch aber besonders.

Im Fußball sind oftmals Millimeter entscheidend. So auch am vergangenen Samstag beim 3:1-Sieg des VfL Bochum gegen den VfL Wolfsburg. Christopher Antwi-Adjei, der zusammen mit Moritz Kwarteng in der 72. Minute von Trainer Thomas Letsch ins Spiel gebracht wurde, startete nach einer Ablage seines Miteinwechselspielers durch. Er lief frei auf Koen Casteels im Tor der Wolfsburger zu - und schloss ruhig zum Siegtreffer ein. Es aber aber nur Millimeter, die ihn von einer Abseitsposition trennten.

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Dem Flügelspieler war es herzlich egal. Nachdem er in den vergangenen Wochen in wichtigen Situationen und vor dem Tor nicht immer das Glück am Fuß kleben hatte, war es auch eine Genugtuung für ihn. Endlich wieder getroffen, den positiven Trend bestätigt. Gerade rechtzeitig für einen Startelf-Einsatz gegen den Gegner, gegen den er in der Vorsaison drei Treffer vorbereitet hatte? Wohl eher nicht. Denn Letsch machte kein großes Geheimnis daraus, dass gegen die TSG Hoffenheim vor allem die Spieler auf dem Feld stehen werden, die gegen Wolfsburg gewannen.

Letsch: Antwi-Adjei ist momentan gut drauf

Für Antwi-Adjei aber nicht zwingend ein Nachteil. Denn der 29-Jährige bringt eine Qualität mit, die es vor allem gegen Ende eines Spiels benötigt: Geschwindigkeit. Nämlich dann, wenn die Gegenspieler langsam müde werden. Das weiß auch Letsch, der ihn in den vergangenen drei Partien jeweils von der Bank brachte. „Christopher ist momentan sehr gut drauf. Das hat er im vergangenen Spiel, das hat er immer gezeigt, wenn er rein kam“, sagte Letsch am Donnerstag.

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Im aktuellen Startelf-System kommt Antwi-Adjei hingegen nicht so zum Zug. Die Rolle des schnellen Spielers im Angriff übernimmt der Japaner Takuma Asano. „Christopher ist nicht der Spieler, der mit Ball im Zentrum spielt.- Er kann das, hat sich da weiterentwickelt. Aber seine Stärke liegt auf dem Flügel“, weiß Letsch. „Er hat die Tore gemacht, wenn er in die Tiefe ging.“ Das könnte auch am Freitagabend wieder der Schlüssel werden, wenn Antwi-Adjei mit seiner „Energie“, wie es der Trainer nennt, die Hoffenheimer Defensive noch einmal durcheinander würfeln soll.