Trainingsauftakt

VfL Bochum: 24 Profis sind dabei - Duell um die Nummer eins ist offen

Auftakt im Dauerregen: Trainer  Jens Rasiejewski verlor dennoch nicht den Durchblick. 

Auftakt im Dauerregen: Trainer Jens Rasiejewski verlor dennoch nicht den Durchblick. 

Foto: Christof Koepsel

Bochum.  24 Spieler kamen zum Trainingsauftakt des VfL Bochum. Auch Manuel Riemann und Felix Dornebusch. Wer gegen Duisburg im Tor steht, ist offen.

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Entspannt wie im Vorjahr kam Jens Rasiejewski zur ersten Presserunde 2018 am späten Mittwochnachmittag. Trocken gelegt nach dem völlig verregneten Jahresauftakt. Rund eine Stunde hatten sich seine 24 anwesenden Profis auf dem Rasen aufgewärmt und gespielt, und Stefano Celozzi, der Kapitän, war es, dem das erste Trainingstor des Jahres auf großem Feld vergönnt war.

Das Wort „gelassen“ fiel immer wieder, als Rasiejewski sich den Fragen der Journalisten stellte. Das Getöse auf den anderen Etagen kann er ja nicht verhindern. Der seit Montag 43-jährige Cheftrainer betont seine Marschrichtung, die er ja seit seiner Übernahme auch schon vorgelebt hat: Spieler und Trainerteam, die Zweitliga-Mannschaft, müssten nach dem Motto agieren: „Beeinflusse das, was du beeinflussen kannst.“

Den Stürmen trotzen

Von den Nebengeräuschen jenseits des Rasens sollte man sich „unabhängig machen“, und im Verlauf des Herbstes und frühen Winters, am Ende des Jahres, habe man durchaus gezeigt, dass man den Stürmen auf anderen Ebenen trotzen und trotzdem gewinnen kann.

Natürlich weiß Rasiejewski, dass Erfolg das A und O ist für die Stimmung, insbesondere auch bei den Mitgliedern, Fans und Sponsoren; und bei der Mannschaft selbst. „Uns ist klar, dass wir mit guten Leistungen hier einen großen Hebel umlegen können. Das wollen wir schaffen“, sagt Rasiejewski. Heimsiege gegen die NRW-Klubs Duisburg und Bielefeld zum Auftakt wären in dieser Lage immens wichtig.

Eindruck verschaffen vom Fitness-Zustand

In der Vorbereitung will er sich zunächst einen Eindruck verschaffen vom Fitness-Zustand seiner Spieler. Der Coach wird vorerst weiter auf den Stamm setzen, der sich gegen Berlin (2:1), Regensburg (0:1) und St. Pauli (1:2) herauskristallisiert und stabilisiert hat. Es komme daher weniger darauf an, in der Vorbereitung „neue Reize zu setzen“, als vielmehr „auf dem Alten aufzubauen“. Wobei er betont, dass man an den „unrunden 25 Minuten“ von St. Pauli arbeiten müsse, um gegen den MSV erfolgreich loszulegen.

Das Duell um die Nummer eins

Wer dann im Tor stehen wird, ließ Rasiejewski offen: Manuel Riemann, etatmäßig die Nummer 1, aber zuletzt verletzt, ist ebenso voll im Training wie Felix Dornebusch, der ihn zuletzt recht überzeugend vertrat. „Es ist positiv, dass beide viel Selbstvertrauen haben. Wir werden uns in der Vorbereitung und in den Testspielen ein genaues Bild machen, wie der Leistungsstand jetzt ist“, sagt Rasiejewski.

Stand jetzt kann der Coach fast aus dem Vollen schöpfen. Gestern waren 24 Spieler beim Training. Die Griechen Dimitrios Diamantakos und Vangelis Pavlidis durften wegen der längeren Anreise ebenso einen Tag länger ihren Urlaub genießen wie der Brasilianer Danilo Soares und der Australier Robbie Kruse. Ebenso wie Jung-Papa Felix Bastians (Bericht im Hauptteil) sollen sie am Donnerstag (15 Uhr) einsteigen.

Noch nicht dabei sein werden Jannik Bandowski (krank) und Timo Perthel. Dass einige Profis keine Perspektive mehr haben bei Rasiejewski, ist bekannt: Das Transferfenster, sagt der Trainer, sei bis Ende Januar geöffnet, auch für die Entwicklung dieser Spieler sei ein Wechsel „sinnvoll“.

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