Einzelkritik

Starker Sané lässt Schalke-Fans wehmütig werden - Note 2

Gibt den Weg vor: Leroy Sané gehörte gegen die Niederlande zu den stärksten Deutschen.

Gibt den Weg vor: Leroy Sané gehörte gegen die Niederlande zu den stärksten Deutschen.

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Beim 2:2 gegen die Niederlande überzeugte vor allem die deutsche Offensive - dementsprechend gut fallen die Noten für die Stürmer aus.

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Manuel Neuer: Der Kapitän musste selten eingreifen, strahlte aber die Ruhe aus, die ihm beim FC Bayern zuletzt gefehlt hatte. Bei beiden Gegentoren war er machtlos (85., 90.+1).

Note: 3

Thilo Kehrer: Durfte an alter Wirkungsstätte die rechte Seite bearbeiten. Konzentrierte sich mehr auf die Defensivarbeit. Solide, ohne dabei zu glänzen.

Note: 3,5

Niklas Süle: Köpfte in der ersten Halbzeit fast ins eigene Tor (34.), ansonsten der gewohnte Defensiv-Schrank. Aber: Am Ende konnte er die Niederländer auch nicht bändigen.

Note: 3,5

Mats Hummels: Seine Schnelligkeitsdefizite werden in der Dreierkette besser ausgeglichen, seine Übersicht wiederum hilft. Der Weltmeister von 2014 wollte die junge Defensive im Abwehrzentrum anführen, beim ersten Gegentreffer hätte er energischer rausrücken können.

Note: 3,5

Antonio Rüdiger: Bekam kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit Sonderapplaus für eine beherzte Grätsche. Ansonsten solide.

Note: 3

Nico Schulz: Bringt viel Tempo mit, sogar seine Flanken finden Abnehmer. So kann Schulz eine langfristige Lösung für die Problemstelle auf der linken Defensivseite sein.

Note: 2

Joshua Kimmich: Klatschte immer mal wieder in die Hände, versuchte, die Chefrolle im Mittelfeld einzunehmen. War der Aufräumer hinter Kroos – und hielt das Zentrum größtenteils sauber.

Note: 3

Toni Kroos: Passen, das kann er. Was er vor allem beim 2:0 eindrucksvoll bewies, als sein langer Ball bei Sané landete. Ansonsten ballsicher und aufmerksam.

Note: 2,5

Timo Werner (bis 63.): Bei RB Leipzig trifft er meistens doppelt, in Gelsenkirchen nur einmal, aber gekonnt mit einem präzisen Fernschuss (9.). Die deutsche Mannschaft setzte auf Konter, das kam dem 22-Jährigen entgegen. In Halbzeit zwei hätte er kurz vor seiner Auswechslung noch mal treffen können, verzog aber.

Note: 2

Serge Gnabry (bis 67.): Gilt ja als die Bayern-Hoffnung, bewies, dass er auch beim DFB eine Hoffnung sein kann. Engagiert im Sturmzentrum, bereitete die Führung vor, köpfte sogar fast ein Tor (40.).

Note: 2

Leroy Sané (bis 80.): Der ein oder andere Schalke-Fan in Gelsenkirchen wird wehmütig geworden sein, weil dieser Sané lange für Königsblau wirbelte. Jetzt aber verdient er sein Geld bei Manchester City, hat sich weiterentwickelt, was er auch an diesem Abend demonstrierte. Nicht nur wegen seines Treffers (20.). Sané hatte Spaß und machte Spaß.

Note: 2

Marco Reus (ab 63.): Durfte trotz seiner Fußprellung noch etwas Länderspiel-Luft schnuppern, das machte der BVB-Profi gerne, selbst in Gelsenkirchen. Ohne Note.

Thomas Müller (ab 67.): Absolvierte sein 100. Länderspiel. Glückwunsch. Ohne Note.

Leon Goretzka (ab 80.): Noch ein Ex-Schalker in Gelsenkirchen, verlor vor dem ersten Gegentor den Ball. Ohne Note.

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