Schalke

Wie sich der BVB von Schalke den Schneid abkaufen ließ

Yevhen Konoplyanka jubelt über das 1:0.

Foto: firo

Yevhen Konoplyanka jubelt über das 1:0. Foto: firo

Gelsenkirchen.  Die 0:2-Niederlage des BVB auf Schalke war verdient – weil die meisten Zweikämpfe und damit auch die spielerische Linie verloren gingen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Hoch und lang kam der Ball geflogen. Schalke 04 hatte einen Eckball von Borussia Dortmund abgewehrt und weit in die gegnerische Hälfte geklärt. Nun liefen Schalkes Guido Burgstaller und BVB-Profi Mahmoud Dahoud in Richtung Ball – mit dem Burgstaller wenig später in Richtung Tor weiter lief, während Dahoud verdutzt am Boden lag. Glück für Dortmund, dass aus dieser gefährlichen Szene kein Tor entstand – aber es war bei weitem nicht die einzige, in der dem 22-jährigen Dahoud jegliche Haltung zum Defensivzweikampf fehlte. Gerade Burgstaller ließ ihn mit seiner seiner körperlichen Überlegenheit und seiner Cleverness immer wieder aussehen wie einen Statisten, der aus Versehen auf den Schalker Rasen gelangt war.

Damit stand der Feinfuß Dahoud durchaus sinnbildlich für das Dortmunder Spiel während der 0:2-Niederlage auf Schalke: Nach vorne ließ er dann und wann sein Können aufblitzen – wie es auch die übrigen Edeltechniker taten, die die Dortmunder in ihrem Kader versammelt haben: Marco Reus, Nuri Sahin oder Christian Pulisic. Im direkten Zweikampf aber waren sie den Schalkern über große Teile des Spiels dramatisch unterlegen. Königsblau ging äußerst aggressiv ins Spiel, warf sich in die Duelle und spielte dann schnell nach vorne. Die Dortmunder dagegen agierten verhalten und zunehmend ideenlos. Die technische Überlegenheit, die man in ihren Reihen vermuten musste, kam so nur selten zum Tragen – weil mit den Zweikämpfen auch die spielerische Linie verloren ging.

Kein BVB-Selbstvertrauen zu sehen

Vom Selbstvertrauen, dass der 3:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart eigentlich hätte bringen müssen, war wenig zu sehen. Und nach dem 1:0-Führungstreffer für Schalke durch Yevhen Konoplyanka flogen die Bälle reihenweise ins Aus oder landeten im Fuß eines Gegenspielers. Erst Mitte der zweiten Halbzeit schwang sich der BVB mal zu einer Drangphase auf, in der vor allem Pulisic einige Lücken riss – in der die Gäste aber trotz ordentlicher Chancen keinen Treffer zustande brachten.

Nach 79 Minuten war dann Schluss für Dahoud, es kam der 18-jährige Jadon Sancho. Dass wenig später das 0:2 durch Naldo fiel, war überhaupt nicht seine Schuld. Allerdings: Die chronische Dortmunder Zweikampfschwäche konnte auch er nicht beheben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik